Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Gazprom-Hauptquartier: Miller interessiert sich für Standorte außerhalb von Petersburg

Von   /  3. Januar 2011  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Nach massiven Protesten gegen den geplanten Bau eines Büro-Wolkenkratzers als Sitz von Gazprom Neft, einer Tochter von Gazprom, in Sankt Petersburg hat der Vorstandsvorsitzende des russischen Gasmonopolisten, Alexej Miller, zumindest eines der als Kompromiss außerhalb der Stadtgrenzen angebotenen Baugrundstücke als interessant bezeichnet.

Wie Miller am Montag mitteilte, hat die Verwaltung des (Sankt Petersburg umschließenden) Leningrader Gebietes am vergangenen Wochenende vier Varianten für die Unterbringung des Hauptquartiers von Gazprom Neft angeboten. Die Gebietsverwaltung hatte am Freitag einen Situationsplan für den Bau des Büro- und Geschäftszentrums unterbreitet, das auf einer Fläche von 30 bis 50 Hektar errichtet werden soll. In den Dokumenten sind die Grenzen und der Status der zur Wahl stehenden Grundstücke sowie deren ingenieurtechnische und Verkehrs-Infrastruktur beschrieben. Die Gebietsbehörden sind zudem bereit, entsprechend dem Gesetz über Vorrechte und Garantien für Investoren besonders günstige Bedingungen für Gazprom Neft zu schaffen.

Wie die Gouverneurin von Sankt Petersburg, Valentina Matwijenko, vor zwei Wochen mitgeteilt hatte, haben sich die Stadtregierung und Gazprom darüber geeinigt, das heftig umstrittene Projekt zum Bau des „Ochta-Zentrums“, eines Büro- und Geschäftskomplexes mit einem 400 Meter großen Wolkenkratzer in unmittelbarer Nähe der historischen Stadtmitte, an einen anderen Ort zu verlegen.

Das für eine eindrucksvolle Stadtsilhouette berühmte Sankt Petersburg ist somit der Gefahr entronnen, von der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gestrichen zu werden. Im Jahr 2009 hatte Dresden wegen des umstrittenen Baus der Waldschlösschenbrücke im Elbteil den UNESCO-Welterbetitel verloren.

Laut dem Gazprom-Chef wird das Bauprojekt außerhalb der Stadtgrenzen von Sankt Petersburg umgesetzt. Außerdem habe Gazprom Angebote zur Errichtung solcher Zentren in Omsk und Wladiwostok sowie in der armenischen Hauptstadt Jerewan erhalten, sagte Miller. (rian)

Bild: kremlin.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Gegner des Gazprom-”Maiskolbens” feiern ihren Sieg – und blicken in die Zukunft

Endgültiges Aus für den “Maiskolben” – Gazprom-Turm wird nicht im Petersburger Zentrum gebaut

www.rian.ru

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger Gouverneur Poltawtschenko ausgewechselt

mehr…