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Galerie Borey: Die flüchtigen Bekanntschaften Wladimir Chachos

Von   /  28. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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eva.- Bis am 9. März ist in der Galerie „Borey“ eine Ausstellung mit Bildern des russischen Malers Wladimir Chacho zu sehen. Der Künstler porträtiert Leute, mit denen so „flüchtig“ bekannt sein muss, dass er sich nicht einmal an ihre Gesichter erinnert.


eva.- „Ich male, um mein Herz vom Gefühl der Scham zu reinigen“, zitiert der Chacho dazu den chinesischen Dichter Ni Zsan. Dabei fällt einem das „Spiel“ ein, das beinahe überall geschieht, wo viele Menschen aufeinander treffen. In der Menge treffen sich zwei Blicke, und es beginnt der Wettkampf darum, wer als erster den Blick wieder senkt.

Tatsächlich braucht jede Begegnung auf der Strasse ein wenig Mut, vor allem, wenn man den Menschen, die den Weg kreuzen, ins Gesicht schaut. Zwar bleibt man den meisten gegenüber gleichgültig, doch sieht man fast täglich in ein Augenpaar, das man nicht so leicht vergessen kann. Gesichtsausdruck und Mimik übertragen Energie – positive oder negative. Ein Blick kann fesseln oder in Flucht jagen.

Ob Wladimir Chacho viel Mut besitzt, verraten seine Bilder nicht – zu rasch ist er an seinen „Modellen“ aus dem Alltag vorbeigezogen. Zwar kann er sich genaustens an Statur, Haltung und Gang der Personen erinnern, doch ihre Visage bleibt leer – verwischt durch das Vergessen.

Galerie Borey, Liteiny Prospekt 58, Tel. 275-38-37, Dienstag bis Samstag von 12.00 bis 20.00 geöffnet, Eintritt frei. www.borey.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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