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G-20 aus Sicht der Bürger, gefährliche Erdbauarbeiten, Gemüsebunker, Kindergärten und doppelter Dienst

Von   /  31. August 2013  /  Keine Kommentare

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mm – Der Gastgeber des G-20 Gipfel überlässt  in Punkto Sicherheit nichts dem Zufall und nimmt dabei wenig Rücksicht auf die Bürger und Mitarbeiter. Während die Teilnehmer am G-20 Gipfel weltbewegendes zu besprechen haben, einen drohenden Krieg in Syrien, Schattenbanken und die Finanzkrise, hat das Treffen schon Heute merkwürdige Nebenwirkungen für die Bürger der Stadt. Wie bereits berichtet  sind die Auswirkung für den Normalbürger im Südwesten der Stadt drastisch spürbar („Strelna im Belagerungszustand“) aber auch der Rest der Stadt kommt nicht umhin die weiteren Sonderaktionen der Sicherheitskräfte zu bemerken.

Das beim Besuch eines amerikanischen Präsidenten die Gullideckel entlang der Fahrwege verschweißt werden ist schon vor Jahrzehnten in Berlin aufgefallen. Hier hat der FSB zusammen mit Wodokanal die Kanäle versiegelt. An der Hauptverkehrsstrasse wurden überdachte Kontrollpunkte eingerichtet. In der Woche des Summit wird auch der Kindergarten Nr. 2  in unmittelbarer Nähe zum Konstantinowski Palast per Anweisung geschlossen sein.
Das auch Obst und Gemüse gefährlich sein kann ist jedoch neu. Es wurde gestern sogar ein unterirdisches Gemüselager, ein sog. „Gemüse-Basis“ in der Nähe der Strecke durchsucht.

20000 Sicherheitskräfte

Rund 20.000 Sicherheitskräfte, davon ca. 8000 aus allen Teilen Russlands zum Gipfel berufen,  sind im Dauereinsatz. Die Konvois pendeln bereits dieser Tage mit Blaulicht und Martinshorn zwischen Zentrum und Tagungsort und versetzen ganze Stadteile in den Aussnahmezustand. Zum Vergleich: Bei den von vielen heftigen Demonstrationen begleiteten G8 Gipfel in Heiligendamm in Deutschland waren 16.000 Polizisten im Einsatz.

Flughafen

Am Flughafen selbst werden die Parkenden und Taxis von den Parkplätzen nahe dem Terminal verbannt, um den Fahrdiensten der Teilnehmer ausreichend Parkmöglichkeiten zu schaffen. Die sog. VIP Zufahrtsstrasse vom Flughafen, welche extra für den Gipfel gebaut wird, hat bereits die Beleuchtung angeschaltet und die Strasse scheint trotz knappen Terminplan rechtzeitig fertig zu werden.

Damit keine lustigen Meldungen wie „Teilnehmer am Interpol Kongress von Taschendieben bestohlen“  im Zusammenhang mit dem Meeting aufkommen wurden extra 200 Kriminalbeamte zum Streifendienst im Zentrum abgeordnet, damit Sie Ihre Kandidaten im Auge halten können.

Die Mitarbeiter der Rettungskräfte, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Notärzte wurden zum Sondereinsatz bestellt und haben ab dem Meeting einen verschärften Dienst. Mit dem grossen Gipfeln in der Stadt ist es wie mit dem Karneval in Köln – mann entkommt Ihnen nicht.
Text: Max Reiter

Photo: Fontaka.RU

 

 

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  • Veröffentlicht: 4 Jahren vor auf 31. August 2013
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  • Zuletzt geändert: August 31, 2013 @ 7:06 pm
  • Rubrik: Aktuell, Ticker

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