Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Futuristische Steinzeit auf Igor Iwanows Plastikplaneten

Von   /  1. März 2017  /  1 Kommentar

    Drucken       Email

eva.- Der Petersburger Künstler Igor Iwanow ist mit seiner neuen Ausstellung auf einem neuen Planeten gelandet. In der Galerie für zeitgenössische Kunst auf der Wassili-Insel sind bekannte und neue Arbeiten unter dem Titel „Steinzeit-Kosmologie“ zu sehen.

„Die Erde war wüst und leer“ – solche Worte kommen einem beim Betrachten von Iwanows Skulpturen und Reliefs in den Sinn. Und warum sollte sie bunter werden, sie ist auf ihre Weise schön. Bringt man es fertig, sich geistig in die stahlgrauen Landschaften der Plastikplaneten zu vertiefen, so unternimmt man einen kurzweiligen und staunenden Spaziergang durch eine fremde Stadt auf einem fremden Planeten.

Iwanows frühere Arbeiten sind noch von einer besonderen Schroffheit – mit ganzer Härte lässt er die nackten Strukturen des zusammengesetzten Elektro-Mülls durchscheinen. Die Ähnlichkeit zwischen den normierten Leiterplatten und Computerboxen und den phantasielosen Schemen moderner Grossstädte wird einem schonungslos bewusst gemacht. Automatisch schrumpft man zum kleinen Schräubchen, den der ohnmächtige Mensch in der zeitgenössischen Maschinerie des Lebens darstellt.

In den neueren Werken unternimmt Iwanow einen interessanten Schritt – nämlich gleichzeitig in die Zukunft und in die Steinzeit. Er versieht die Arbeiten mit feinen Ornamenten – und bringt damit organische Formen – und den Menschen ins Spiel. Damit wirft er die gestalterische Zeitmaschine an und verwandelt seine Werke in Steinzeitfunde, die in irgendwann in weiter Zukunft gefunden wurden.

Bis 4. März. Galerie für zeitgenössische Kunst. 6. Linie Wassili-Insel 39.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Weitere Artikel zu diesem Thema:

„Generator der Universen“ in der Galerie „Artmusa“

[ad#ad-3]

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Max sagt:

    Im wörtlichen Sinne ein Phantastischer Künstler. Vor allem wenn man bei näherer Betrachtung der Futuristischen Architektur plötzlich wohlbekannte Teile des Alltags wiederendeckt.

    Kunst die einem in fremde Welten entführt.

    In Hollywood wäre er ein Star wie HR Giger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Fifa bestätigt Einsatz nordkoreanischer Sklavenarbeiter beim Petersburger Stadionbau

mehr…