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Frauenkloster „zugemauert“ – private Denkmalschützer klagen

Von   /  16. Februar 2009  /  1 Kommentar

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mr.- Die zum Propekt gelegenen Gebäude, Kapelle und der Glockenturm des Frauenkloster Woskresenski Nowodewitschi Monastir am Moskauer Prospekt sind mit viel Aufwand restauriert worden.
Die goldenen Kuppeln glitzern wieder. Das Umfeld des einzigen aktiven Frauenklosters in St. Petersburg ist dagegen zugemauert.

Eine Gruppe von 3 St. Petersburgern klagt nun gegen den Komplex „IMPERIAL“ der hinter dem Kloster erstellt wurde und mit 70m höhe das Kloster optisch erschlägt. Die Sachlage ist nicht einfach. Der Bauträger LEK hat eine Baugenehmigung. Diese wurde jedoch vor der Verabschiedung eines Rahmenbebauungsplans erteilt, der die aktuelle Bebauúng mit einer Höhe von 70m nicht mehr erlauben würde. Die Tatsache, das die Neubewohner der Hochhäuser den Klosterfrauen in die Fenster und Garten schauen können, hat bereits einen handfesten monatelange Skandal um den Neubaukomplex ausgelöst.

Letzter Hoffnungsanker der Gegner – Sie möchten vor dem Gericht des Kubitschweski Rayon beweisen, das bei der Baugenehmigung bestehendes Recht verletzt wurde. Sollte die Genehmigung dadurch ungültig werden müsste die Behörde eine neue korregierte Fassung ausstellen, was sie aber auf der Grundlage der u.A. auch im Rahmen des Skandals um die neue Börse auf der Wasili Insel verschärften Rahmenplans nicht mehr mit gleicher Traufhöhe (aktuell 70m) dürfte.

Was dann im Erfolgsfall passiert, ob dann die Konstruktion um ein paar Etagen geköpft wird – wie es bei der Börse schon beschlossen wurde – steht noch nicht fest.
Bislang fanden die Bauträger, auch bei der Börse, noch immer Mittel und Wege den Rückbau zu verhindern.

© Fotos: Markus Müller

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  • Veröffentlicht: 10 Jahren vor auf 16. Februar 2009
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  • Zuletzt geändert: Februar 17, 2009 @ 12:47 am
  • Rubrik: Aktuell, Bilder, Kultur

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