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Frankophonie-Tage 2011 mit Schweizer Akzenten

Von   /  16. März 2011  /  Keine Kommentare

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eva.- Bis am 28. März geht in St. Petersburg das Festival “Journées de la Francophonie 2011” über die Bühne. An der Eröffnung in der Schweizer Residenz präsentierten die Vertreterinnen und Vertreter aus Frankreich, der Schweiz, Belgien, Kanada, Griechenland und Zypern ihr Programm.


Am meisten interessierten sich die Journalisten für die Teilnahme von Ländern wie Griechenland und Zypern an einem französischsprachigen Festival. Wie Antonis Sammutis (Generalkonsul Zypern) und Antonia Kazuru (Generalkonsulin Griechenland) erklärten, wurden ihre Länder während mehreren Jahrhunderten stark von der französischen Kultur beeinflusst. So stammte beispielsweise die erste Frau des zypriotischen Königs Johann II. der während der Kreuzfahrerzeit herrschte, aus Frankreich.

Ausserdem, so gab Claire-Elise Huber, die stellvertretende Leiterin des französischen Instituts in Petersburg zu bedenken, geht es bei der Frankophonie-Organisation nicht allein um die Sprache, sondern auch um gemeinsame kulturelle Werte. Huber erläuterte das Programm und betonte dabei, dass die Vielfalt an Ländern gezeigt werden solle, in denen französischsprachige Kultur geschaffen werde.

Ausstellung mit afrikanischer Kunst

Tatsächlich sind im Programm eine grosse Vielfalt exotischer Destinationen vertreten: So zeigt das Französische Institut eine Ausstellung über den kürzlich verstorbenen Schriftsteller, Dichter und Poeten Édouard Glissant aus Martinique. Eine weitere Ausstellung mit dem Titel “L’homme des Trois Mondes” würdigt das Engagement des Petersburger Ethnologen und Afrikakenners Wladimir Arsenjew, der letztes Jahr gestorben ist. Das Skulpturenmuseum zeigt aus diesem Anlass die Sammlung afrikanischer Kunst Arsenjew und veranstaltet eine Diskussionsrunde.

Belgien, das vor kurzem ein Generalkonsulat in Petersburg eröffnet hat, engagiert sich mit zwei Klavierkonzerten, Kanada ist mit einem Poetentreffen mit Autoren aus Québec und einem Filmprogramm vertreten. Zu dieser Veranstaltung ist eine Poesie-Sammlung aus dem französischsprechenden Kanada in russischer Übersetzung erschienen, die der Ministerrat der kanadischen Botschaft Gille Breton seinem schweizerischen Gastgeber Generalkonsul Ernst Steinmann überreichte.

Film und Literatur aus der Schweiz

Steinmann liess es sich nicht nehmen, für die Programmpunkte seines Landes zu werben – neben dem Film “Opération Casablanca” stellt sich die westschweizer Schriftstellerin Hélène Richard-Favre mit Lesungen im französischen Institut und im Dom Knigi vor. Natürlich kommt auch das sprachliche “Mutterland” Frankreich im Veranstaltung im Programm – mit Chansons, Poesie und Film. Die Frankophonie-Tage seien in erster Linie ein Fest, gab die französische Generalkonsulin Elisabeth Barsacq zu bedenken – ein Fest zu dem alle Interessiert auch jene ohne Französischkenntnisse herzlich eingeladen seien.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Zum Programm der Frankophonie-Tage >>>

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Tage der Frankophonie in St. Petersburg mit Beteiligung der Schweiz

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  • Veröffentlicht: 7 Jahren vor auf 16. März 2011
  • Von:
  • Zuletzt geändert: August 31, 2014 @ 5:59 am
  • Rubrik: Aktuell, Kultur

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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