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Fotogalerie: Die Blockade – das 900-tägige Trauma Leningrads

Von   /  27. Januar 2009  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 27. Februar vor 65 Jahren wurde die dreijährige Belagerung Leningrads (1941-44) durch die deutsche Wehrmacht endgültig von den russischen Truppen durchbrochen. Dieser Alptraum von Hunger und Tod unter der Stadtbevölkerung und blutigen Schlachten entlang des Belagerungsrings hat sich tief in das Gedächtnis der Stadt und ihrer Bevölkerung eingegraben. Noch rund 300.000 „Blockadniki“ sind heute am leben. Wie vielen Menschen dabei ums Leben gekommen sind, ist noch heute unbekannt – auf jeden Fall waren es viele Zehntausende.

Volkstrauertag auf den Feldern des Todes

Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft besucht jährlich im November am Volkstrauertag eine deutsch-russische Delegationen Soldatenfriedhöfe. Auf den Sinjawino-Höhen und bei Sologubowka werden Kränze niedergelegt.

Feuer von Sinjawino auf den „Weg des Lebens“

Die Sinjawino-Höhen wurden im September von den Deutschen besetzt, deren Artillerie von dort aus den „Weg des Lebens“ unter Feuer nahmen. Diese Strecke über den zugefrorenen Ladogasee war ausser dem Luftweg die einzige Möglichkeit der Russen, die Stadt zu versorgen. Obschon die Rote Armee zahlreiche verzweifelte Versuche unternahm, den Ring bei Sinjawino zu sprengen, wurden die Höhen erst 1944 endgültig zurückerobert. Insgesamt kamen hier mehr als 360.000 Soldaten auf beiden Seiten ums Leben.

Die Kirche von Sologubowka – Stützpunkt für Feldpost und Sanität

Ein zweites grosses Schlachtfeld war das Gebiet bei Sologubowka, unweit des wichtigen Eisenbahnknotenpunkts bei Mga. Gleich neben der Kirche von Sologubowka, die der Wehrmacht als Stützpunkt für Feldpost und Lazarett diente, liegt heute der deutsche Soldatenfriedhof. In den Katakomben der kleinen Kirche ist eine Gedenkausstellung eingerichtet. Der Boden in diesem Gebiet ist praktisch von Soldatengebeinen durchzogen – noch heute beschäftigen sich russische und deutsche Suchtrupps mit der Bergung und Identifizierung der Opfer. Jährlich führt die deutsche Kriegsgräberführsorge Lager für deutsche und russische Schüler durch, die der Friedensarbeit und der Völkerverständigung dienen.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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