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Ford St. Petersburg entlässt 35 Prozent der Belegschaft

Von   /  2. April 2014  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Das Fordwerk im Petersburger Vorort Vsewoloschsk entlässt einen Drittel der Angestellten und wird vorläufig nur noch im Ein-Schichten-Betrieb produzieren. Die Gewerkschaft will den Aderlass nicht einfach hinnehmen und droht mit Streik.

Ford Sollers stellt 700 der insgesamt 2000 Mitarbeiter auf die Strasse und begründet das mit dem schwachen Absatz, der bereits das zweite Jahr lang anhält und die gesamte Petersburger Autoindustrie unter Druck gesetzt hat.

Reduktion auch im Fordwerk Tatarstan

Schwierigkeiten bereiten Ford ausserdem der Wechsel vieler Kunden auf geländegängige Fahrzeuge, welche das hiesige Fordwerk nicht anbietet, sowie die starke Abwertung des Rubels in den letzten Monaten, schreibt Fontanka.ru. Gleichzeitig mit den Personalkürzungen wird auch der Ausstoss an Fahrzeugen gedrosselt – das gilt auch für die Fordfabrik in Tatarstan.

Die Ford-Gewerkschaftsleitung erfuhr von den geplanten Entlassungen aus den Medien und kündigte an, es werde nicht bei Verhandlungen bleiben – man werde streiken. Die vorgesehene Abfindung von vier Monatsgehältern für jene, die freiwillig die Kündigung einreichen, befriedigt die Gewerkschaftler nicht.

GM plant keine Entlassungen im grösseren Rahmen

Obwohl die Verkaufszahlen nach dem extremen Einbruch während der Wirtschaftskrise von 2008/2009 wieder anstiegen, konnte sich die Petersburger Autoindustrie nie ganz von dem Schlag erholen. Daher stellten die meisten Fabriken zwischenzeitlich die Produktion ein – unter ihnen auch General Motors (Chevrolet).

Allerdings plant man dort noch keine Entlassungen im grösseren Rahmen. Die Konkjunktur sei schwierig vorauszusehen, und falls die Nachfrage plötzlich ansteigen sollte, will man keinen Personalmangel riskieren.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Wer denkt das dies die ersten Auswirkungen der Antikrim Subventionen sind ist schief gewickelt. Das war schon letztes Jahr absehbar das die Wirtschaft in ein tiefes Tal der Tränen steuert. Grund Genug für die Politische Führung zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Krim und Svastopol heimholen und für die Wirtschaftkrise das Ausland verantwortlich machen. So gewinnt man auch die nächste Wahl zum Präsidenten, aber die immanenten Probleme sind immer noch nicht gelöst…

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