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Flughafen Petersburg-Pulkovo streicht zehn Flüge wegen Vulkanasche in der Atmosphäre

Von   /  16. April 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Aschewolke, die sich nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island gebildet hatte, hat sich schleierartig über der russischen Kola-Halbinsel und einem Teil der Barentssee verbreitet. Es sind jedoch noch keine ernsthaften Änderungen am regionalen Flugverkehrsplan vorgenommen worden. Das sagte die Leiterin der Murmansker Zweigstelle des Föderalen Dienstes für Hydrometeorologie und Umweltkontrolle (Rosgidromet), Julia Gorban, RIA Novosti am Freitag.

Sie teilte unter Berufung auf den Londoner Wetterdienst mit, dass sich die Aschewolke derzeit über dem Gebiet Murmansk und der Barentssee befindet und nach Südosten weiter zieht. Am Freitagabend soll sie auch Petersburg erreicht haben. Wie RIA Novosti vom Flughafen von Murmansk erfuhr, hat die Aschewolke den Betrieb des Flughafens bisher nicht beeinträchtigt. Die Maschinen nach Sankt Petersburg und Moskau seien planmäßig abgeflogen und nur der Flug nach Tromsö in Nordnorwegen sei verschoben worden, hieß es.

Oleg Sentschukow, Chef der russischen Flugsicherungs-Zentrale, sagte RIA Novosti, die Prognose zur Weiterverbreitung der Asche liege allen Crews vor. Bis Freitagmittag habe es aber „keine reale Gefahr“ für Flugzeuge über Russland gegeben. Nur eine finnische Maschine habe nahe dem nordwestrussischen Wologda ihre Flughöhe geändert, um eine Staubwolke zu umgehen.

Putin konnte nicht nach Murmansk fliegen

Am Flughafen St. Petersburg mussten bisher aus Sicherheitsgründen zehn Flüge annuliert werden, schreibt Fontanka.ru. Betroffen sind seid gestern vor allem westeuropäische Destinationen. Laut dem Pressedienst des Flughafens ist die Lage auf dem Flughafen ruhig, da die meisten betroffenen Passagiere frühzeitg vor der Annulierung ihres Flugs gewarnt werden konnte.

Wer nicht fliegen konnte, erhält entweder die Kosten für das Ticket zurück erstattet oder einen Ersatzflug zu einem späteren Zeitpunkt offeriert. Betroffen waren auch VIP-Personen – ein Flug von Ministerpräsident Putin nach Murmansk musste abgesagt werden. Die Aschewolke soll Petersburg bis Freitagabend erreichen.

Wie Katastrophenschutz-Sprecherin Irina Andrianowa am Vormittag mitteilte, wurden vier Flüge in die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad gestrichen. Am frühen Nachmittag sagte ein Flughafen-Sprecher in Kaliningrad jedoch, der dortige Airport arbeite vorerst routinemäßig. Nur einige Flüge aus Moskau seien verschoben worden. Die Aschewolke habe viel mehr den Flugverkehr in den Nachbarländern Lettland, Polen, Estland und Schweden beeinflusst.

Der Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjallajökull, 150 Kilometer von der isländischen Hauptstadt Reykjavik entfernt, hatte Ende März begonnen. Die beiden vorangegangenen Vulkanausbrüche waren vor fast 200 Jahren – 1821 und 1823 erfolgt. (rian/eva)

Bild: Archiv/Wikimedia Commons

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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