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Flottentag mit Schiffsparade und Demo vor dem Kriegsmarinemuseum

Von   /  29. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Am Tag der Russischen Kriegsflotte (siehe Fotogalerie) fand auf der Newa eine Schiffsparade mit elf Kriegsschiffen statt. Am selben Tag wurde das neue Flottenmuseum eröffnet – begleitet von einer Protestaktion gegen die Unterschlagung von Millionensummen beim Umzug.


Auf gewohnte Art wurde dem Petersburger Publikum am Sonntagmorgen eine Flottenparade geboten. Dabei wurden elf Kriegsschiffe gezeigt, darunter die Korvette „Boiki“, der Artillerieträger „Machatschkala“, das Unterseeboot „St. Petersburg“, der U-Boot-Zerstörer „Kasanez“, sowie der Raketenträger „Dmitrowgrad“. Wenige Tage davor waren ausserdem die beiden Segelschiffe „Sedow“ aus Russland und die mexikanische „Cuauhtémoc“ ins Newabecken eingelaufen. Die „Sedow“ war von ihrer ersten Weltumrundung zurückgekehrt.

Vor der Peter- und Paulsfestung wurde ein Seeräuber-Angriff auf ein Segelschiff nachgespielt. Die Räuber in historischen Kostümen ruderten zum Segler und enterten das Schiff trotz Böllerschüssen aus den Kanonen mit gezogenen Säbeln. Im 300-Jahre-Jubiläums-Park im Norden von St. Petersburg führten die „Seeteufel“, Marineinfanteristen der Baltischen Flotte, eine militärische Übung sowie ein „Reenactment“ (historische Kampfhandlungen“ aus dem Zweiten Weltkrieg vor.

Kriegsflottenmuseum: 400 Millionen Rubel verschwunden

Am selben Tag wurde öffnete auch das Museum der Russischen Kriegsflotte in seinem neuen Lokal seine Türen und empfing eine Rekordzahl von Besuchern. Innerhalb weniger Stunden wurde laut Fontanka.ru über 3000 Eintritte gezählt. Allerdings wurde die Einweihung von einer Protestaktion überschattet. Mehrere Dutzend Menschen demonstrierten mit Plakaten gegen den Umzug des Museums und die millionenschweren Unterschlagungen, die während des Umzugs vor sich gegangen waren.

Die Eröffnung des Museums wurde mehrmals verschoben, und im März dieses Jahres wurde der Museumsdirektor Andrei Ljalin unter dem Verdacht verhaftet, 400 Millionen Rubel, mit denen die Umzugsarbeiten finanziert werden sollten, gestohlen zu haben. Der Tag der Kriegsflotte wurde in weiteren russischen Krieghäfen, wie Kaliningrad, Murmansk, Wladiwostok und Kronstadt (Fotogalerie) begangen. In Sewastopol, wo die rusissche Schwarzmeerflotte stationiert ist, fand eine russisch-ukrainische Feier statt. (eva)

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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