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Finnlines läuft zum neuen Frachthafen „Bronka“ über

Von   /  14. März 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Das grosse finnische Schiffartsunternehmen Finnlines will den neuen Frachthafen „Bronka“ bei Lomonossow zu seinem Hauptpartner machen, schreibt Fontanka.ru. Wie die Betreibergesellschaft des Hafens „OOO Phoenix“ kommentiert, soll dadurch der Güterumschlag bis Ende Jahr praktisch verdoppelt werden.

Beim Petersburger Hafen kommentiert man den Zuwachs bei der Konkurrenz zurückhaltend. Finnlines werde weiterhin auch mit dem Petersburger Hafen zusammenarbeiten. Momentan würden nicht weniger als zwei Schiffe dieser Linie abgefertigt. Finnlines bestätigt das und gibt an, man werde auch weiterhin mit beiden Terminals im Geschäft bleiben – doch „Bronka“ werde neuer Hauptpartner sein.

Konkrete Zahlen über die Frachtmenge wurden keine genannt, doch spricht die „Bronka“-Hafen von drei Finnlines-Schiffen wöchentlich. Die Schifffahrtslinie benutzt dabei so genannte Ro-Ro-Frachtschiffe, welche im Stande sind, bewegliche Güter – auf Lkws, Pkws oder Zügen an Bord zu nehmen und dementsprechend schneller und flexibler zu be- und entladen sind.

Deutlicher Rückgang beim Petersburger Hafen

Auch wenn sich die Leitung des Petersburger Hafens wegen des Abwanderns des finnischen Kunden gelassen gibt, so ist man von der Entwicklung sicher nicht begeistert – um so mehr als der Hafen im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang des Güterumschlags verzeichnen musste.

Der Hafen „Bronka“ wurde von 2007 bis 2015 gebaut. Hauptinvestor ist der Direktor der Holding „Forum“ Dmitri Michaltschenko. Er wurde vor einem Jahr wegen Verdachts auf Alkoholschmuggel festgenommen und sitzt seither im Moskauer Untersuchungsgefängnis „Lefortovo“. Finnlines ist mit einem jährlichen Reingewinn von 68,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 473 Millionen Euro eine der grössten Linien für den Passagier- und Warentransport auf der Ostsee.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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