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Finnische Firmen boomen in Russland

Von   /  14. November 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Finnische Unternehmen, die Niederlassungen in Russland besitzen, profitieren vom leichten wirtschaftlichen Aufschwung und der Importsubstitution. Sie bauten in den letzten Jahren ihre Produktion in Russland aus und verbesserten das Angebot.

Wie Fontanka.fi schreibt, konnten die Firmen aus dem nördlichen Nachbarland Russlands ihren Umsatz im Verlauf des vergangenen Jahres um neun Prozent auf 180 Milliarden Rubel steigern. Dies war einerseits dank einem Ausbau ihres Sortiments auf dem russischen Markt möglich, andererseits dank dem Export aus Russland. Der einzige Wermutstropfen ist nach wie vor die schwache Konsumfreude der RussInnen.

Die wichtigsten Industriezweige der Finnen in Russland sind Energie, Lebensmittel, sowie Papier und Verpackung. Als führend im Energiesektor erwies sich der finnische Konzern Fortum, der acht Wärmekraftwerke in den Regionen Tscheljabinsk und Tjumen, sowie Anteile bei der Energieversorgung in St. Petersburg besitzt. Fortum konnte seinen Gewinn zum Vorjahr um 10,7 Prozent steigern.

Paulig, Fazer, Nokian, Tikkurila

Im Lebensmittelsegment liegt bei den Finnen der Kaffeefabrikant Paulig an der Spitze, der seinen Gewinn in derselben Zeitfrist um 26 Prozent erhöhen konnte. Der Gewinn von Fazer wuchs um 23 Prozent, jener von Atria um vier, sowie jener von Fazer um drei Prozent.

In der Papier- und Zellulosebranche heissen die Wachstumsleader Huhtamäki (27 Prozent), Stora Enso (16 Prozent) und UPM (sechs Prozent). Schlechter läuft es bei den Fabrikanten von Baumaterialien, wo es beispielsweise beim Beton sogar zu Gewinnsenkungen kam (LujaBetoni -15 Prozent). Hier verloren die finnischen Firmen gegenüber ihren russischen Konkurrenten im Preiskampf.

Bei anderen Industriebereichen konnten wiederum satte Gewinnsteigerungen verzeichnet werden – zum Beispiel beim Reifenhersteller Nokian Tyres mit 57 Prozent. Auch die finnischen Farb- und Lackhersteller wie zum Beispiel Tikkurila (fünf Prozent) verdienten mehr dank Lokalisierung, Optimisierung und Entwicklung des Sortiments auf dem russischen Markt. Tikkurila plant bis 2020 den Bau einer Fabrik mit einer Kapazität von 30 Millionen Liter Farbe im Leningrader Gebiet.

www.fontanka.fi

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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