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Finnen nehmen Russland zunehmend als Bedrohung wahr

Von   /  13. März 2014  /  2 Kommentare

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TOPTICKER.- Eine Umfrage in Finnland nach der Besetzung der Krim durch russische Truppen ergab, dass man sich bei den nördlichen Nachbarn zunehmend Sorgen um die eigene Sicherheit macht. 39 Prozent der Finnen sehen in Russland eine reale Bedrohung. Aus der Gruppe der Staatsangestellten, Spezialisten und Unternehmer antworteten sogar 51 Prozent mit einem „Ja“. Von den jüngeren Befragten im Alter bis 25 Jahre fühlen sich hingegen nur ein Viertel durch Russland bedroht.

Die Angst vor den Russen wächst – noch 2012 hatten bei der Befragung des Instituts TNS Gallup unter 1000 Finninnen und Finnen noch 32 Personen positiv auf die Frage geantwortet „Stellt das heutige Russland eine Bedrohung für die Sicherheit Finnlands dar?“ Schuld an diesem Trend sind nicht nur die Krise in der Ukraine, sondern auch die Pläne der russischen Armee in Alakurtti im Murmansker Gebiet dicht an der Grenze zu Finnland eine 3000 Mann starke Abteilung der Nordflotte zu stationieren.

Finnische Blogger diskutieren russische Aufrüstung

In finnischen Bloggs wird dieses Vorhaben intensiv diskutiert, und manche votieren für den Eintritt Finnlands in die Nato. Die Befürworter argumentieren mit der starken Aufrüstung der russischen Armee zu Offensivzwecken, während Finnland Truppen abbaue und das Rüstungsbudget kürze. „Womit sollen wir uns verteidigen, wenn es Krieg gibt – mit Mobiltelefonen?!“ schreibt ein Blogger.

Andere sind für die Selbstverteidiung, weil Finnland für die Nato doch nur eine Pufferzone sein würde und man sich auf sie nicht verlassen könne. Wieder andere versuchen ihre Leser zu beruhigen – Russland sei nicht mehr die Sowjetunion und Putin habe kein Interesse, mit einem Land Krieg zu führen, mit dem es gut Beziehungen habe. Manche sehen einen Zusammenhang mit einem bevorstehenden Konflikt im Arktisgebiet. „Aber in der Arktis hat Russland nichts zu befürchten – ausser vielleicht Greenpeace.“

www.fontanka.fi

Bild: Wikimedia Commons
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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Finnland hat im Winterkrieg von 1940 seine Erfahrungen mit dem russischen Nachbarn gemacht. Die finnischen Manöver sind genauso sinnvoll, bzw. nutzlos wie das Säbelrasseln auf der russischen Seite in den letzten Monaten. Wirtschaftsfördernd ist das in keinem Fall – auf beiden Seiten. Ob die Nato mehr Kriege verhindert oder angefangen hat, darüber lässt sich streiten. Sie ist ein Produkt des kalten Krieges – wie der Warschauer Pakt, die russisch gesteuerte Kriegsmaschine eines war.

  2. h.g.k sagt:

    Das Ganze scheint mir eher ein Ablenkungsmanöver für die angespannte wirtschaftliche Lage Finnlands zu sein .
    Kein noch so krankes Hirn kommt auf die Idee ,das Russland Finnland angreift !
    So kann man die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland jedenfalls nicht wieder korrigieren ,aber genau das ist es was Finnland helfen würde .
    Die NATO reißt jedes Mitglied mit in den Krieg weil sie kein Friedensbündnis ist sondern eine von Amerika gesteuerte Kriegsmaschine .Leider !!!

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