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Festnahme nach Demo gegen Atommüll in Petersburg

Von   /  19. Dezember 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Nach einer Kundgebung von Greenpeace vor dem Petersburger Kaufhaus „Gostiny Dvor“ wurde der Organisator Raschid Alimow am 17. Dezember in seiner Wohnung festgenommen und zum Verhör aufs Polizeirevier gebracht.

Greenpeace hatte vor dem Kaufhaus schwarz-gelbe Fässer mit dem „Radioaktiv“-Zeichen und der Aufschrift „Frohes Neues Jahr!“ aufgestellt. „Russland ist keine Deponie für Uran-Abfälle aus Deutschland!“, stand auf einem Plakat der Umweltorganisation.

Am 26. November hatte das Frachtschiff „Michail Dudin“ mit 600 Tonnen Atommüll die Gewässer vor Petersburg erreicht. Im Petersburger Hafen soll das radioaktive Material auf die Bahn verladen und ins Swerdlowsker Gebiet im Ural und in andere Gebiete Russlands zur Entsorgung gebracht werden.

Die 80 Container mit der gefährlichen Fracht waren zuvor in Amsterdam von Umweltschützern entdeckt worden, die Protestaktionen organisierten. Danach kam es auch in Petersburg zu Protesten gegen den Atommüll-Export, unter anderem auch vor dem deutschen Generalkonsulat.

Laut Greenpeace wird ein Grossteil des Material offiziell zur Wiederaufbereitung nach Russland gebracht, obwohl es dort in Wirklichkeit günstig entsorgt wird. Der Konzern „Rosatom“ hingegen behauptet, das Material werde nach der Aufbereitung für neue Anlagen verwendet.

Bild: Spezialbehälter der russischen Bahn RZD für den Transport radioaktiven Materials (Wikimedia Commons).

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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