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Fall Sedelmayer: Amtsgericht in Köln versteigert eine weitere russische Staatsimmobilie

Von   /  19. November 2013  /  Keine Kommentare

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mm.- Gegen den Russischen Staat sein Recht einzufordern, kann viel Geduld erfordern. Russland ignoriert in diesem Fall die Urteile des internationalen Schiedsgerichts in Stockholm, und der Gläubiger schickt dem Russischen Staat den Gerichtsvollzieher. Dieser wurde bisher immer im letzten Moment zurückgepfiffen, weil Russland auf diplomatischem Weg eingriff, aber jetzt scheint die Schuld doch noch beglichen zu werden.

Nach über 120 Gerichtsverfahren die fast alle zu seinen Gunsten endeten, weiss Franz Sedelmayer nicht, warum die russische Seite nicht einfach durch die Zahlung der inzwischen über 5 Millionen Euro Schulden aus der Welt schafft. Russland hätte das Problem vom Tisch und damit in der Weltöffentlichkeit das Gesicht wahrt. Offensichtlich geht es jedoch beiden Parteien um das Prinzip.

Auf der einen Seite der Kaufmann Franz Sedelmayer, der zu Beginn der 90er Jahre Hunderte – Millionen Dollar Umsatz mit dem Verkauf von Polizei- und Sicherheitsausrüstung nach Russland und St. Petersburg gemacht hat. Mangels Bargeld zur Bezahlung willigte er auf den Tausch gegen eine schöne Villa auf der Krestowski-Insel ein. Danach renovierte er mit Millionenaufwand das alte Gemäuer und wurde kurz darauf von Boris Jelzin per Dekret aus Moskau enteignet.

Auf der anderen Seite die russischen Behörden unter dem damaligen Vizegouverneur und jetzigen Präsidenten Wladimir Putin, welche offensichtlich nicht der gleichen Meinung sind und bis zuletzt die Enteignung als unanfechtbare Entscheidung des Russischen Präsidenten verteidigen, und selbst nach rechtsgültigen Urteilen die Zahlung verweigern. Der Gesichtsverlust, einem einzelnen Bürger Recht zu geben, scheint grösser als jener, aus falsch verstandener Staatsräson internationale Urteile zu ignorieren.

Und so sucht der Kaufmann nach „nicht hoheitlichem Besitz“ des russischen Staats um diesen Pfänden und versteigern zu lassen. Am 19. November wird das Objekt „Friedrich Engels Str. 5“ beim Amtsgericht in Köln unter den Hammer kommen. Es ist schon das 6. Objekt das auf diese Art und Weise in Köln von Franz Sedelmayer gepfändet wurde. Weitere Versteigerungen sind im Februar in Köln und Stockholm angesetzt.

Lesen Sie bitte auch:
Fall Sedelmayer: Schweden will russische Handelsvertretung zwangsversteigern

 

Hier ein Youtube Beitrag des Bayrischen Rundfunks in der Sendung „KONTROVERS“ zum Thema und Hintergrund der Geschichte.

 

Foto: Pressefoto (c) Franz Sedelmayer

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Fall Sedelmayer – Köln will russische Handelsvertretung versteigern

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