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Fall Gluschenko: Erste Ermittlungen abgeschlossen

Von   /  8. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der wegen mehrfachem Mord und Erpressung in Millionenhöhe angeklagte Ex-Duma-Abgeordnete und Mafioso Michail Gluschenko hat ausführliche Aussagen zu einem Abschnitt seiner Strafsache gemacht. Während der vergangenen anderthalb Jahre seit seiner Verhaftung konnte so die Erpressung der Brüder Wjatscheslaw und Sergei Schewtschenko weitgehend aufgeklärt werden, schreibt Fontanka.ru.

Nicht nur für eine Verurteilung Gluschenkos ist der Fortschritt bei den Ermittlungen wichtig – auch seine Untersuchungshaft konnte so verlängert werden. Gluschenko erpresste von den beiden “Königen des Newski-Prospekts” von 1992 bis 2003 Schutzgelder in der Höhe von insgesamt zehn Millionen Dollar – je 50.000 pro Monat. Die Zahlungen erfolgten sogar als sich Gluschenko 2002 ins Ausland zurückzog. Als der Geldfluss plötzlich stockte, versuchte Gluschenko zu verhandeln: Er forderte entweder zehn Millionen Dollar bar oder das Metropol-Haus an der Sadowaja-Strasse 22. Andernfalls drohte er den Schewtschenkos mit dem Tod.

Weitere Figur im dreifachen Mordfall von Zypern aufgetaucht

Auch im dreifachen Mordfall auf Zypern 2004, in den Gluschenko verwickelt sein soll, ergaben sich neue Spuren. Der kürzlich festgenommene Mafioso Sergei Kowaljow, der in der Szene als “Usbeke” bekannt ist, hat die Brüder Schewtschenko ebenfalls um zehn Millionen erpresst und ihnen mit dem Tod gedroht. Kowaljow soll darum wie Gluschenko an der Ermordung von Wjatscheslaw Schewtschenko, Juri Sorin und ihrer Dolmetscherin beteiligt gewesen sein.

Schewtschenko und Sorin gehörten zu den führenden Köpfen in der Petersburger Geschäfts- und Unterwelt der Neunzigerjahre. Zu ihren Imperien gehörten ganz oder teilweise wichtige Petersburger Firmen, so unter anderem die Unternehmen “OAO Nord”, die Nachtklubs “Goliwudskie Notschi” und “Golden Dolls”, “OOO Vostotschnie Sladosti”, “Sever” und “Metropol”. (eva)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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