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Estnischer Geheimdienstler in Russland wegen Spionage verurteilt – internationale Kritik

Von   /  19. August 2015  /  2 Kommentare

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spn./eva.- Ein Gericht in Pskow (im Nordwesten Zentralrusslands) hat den Mitarbeiter der estnischen Sicherheitspolizei, Eston Kohver, wegen Spionage zu 15 Jahren Freiheitsentzug verurteilt, wie RIA Novosti meldet. Kohver wird neben der Spionage auch des Schmuggels, des illegalen Waffenbesitzes sowie der illegalen Grenzüberquerung beschuldigt.

Der Staatsanwalt forderte 16 Jahre Freiheitsstrafe und eine Geldstrafe von 200.000 Rubel (zirka 3.000 US-Dollar) für den illegalen Grenzübergang, während seine Anwälte auf einem zehn Jahre langen Freiheitsentzug bestanden. Im Ergebnis verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 100.000 (1.500 US-Dollar) Rubel. Offizier Eston Kohver war am 5. September im Gebiet Pskow im Zuge einer Spionageabwehr-Operation verhaftet worden. Laut Polizeiberichten war der 36-jährige Este zu seinen Verwandten nach Pskow gekommen und hatte sich bei seiner Festnahme in einer Garage aufgehalten. Er habe ein mit pulverförmigem Stoff gefülltes Paket bei sich gehabt.

Nach Meinung der russischen Seite war er in einem Spionage-Auftrag unterwegs. Hingegen beschuldigt Tallinn Russland, einen estnischen Bürger vom Territorium seines Heimatlandes entführt zu haben. Der estnischen Außenministerin Marina Kaljurand zufolge beharrt Estland auf einer unverzüglichen Freilassung von Kohver. Seine Festnahme bezeichnete sie als „krasse Verletzung des Völkerrechtes und der Menschenrechte“. „Und das Urteil des Pskower Gerichtes wird unsere (estnische – d. Red.) Position nicht ändern.“

Estland: Kohver wurde entführt

Laut der estnischen Seite war Kohver nahe dem Grenzübergang Luhamaa an der Grenze zum Gebiet Pskow von Unbekannten entführt und unter Androhung von Waffengewalt nach Russland verschleppt worden. Nach Behauptungen der estnischen Sicherheitspolizei sei Kohver damit beauftragt gewesen, grenzüberschreitende kriminelle Aktivitäten und die Einfuhr von Schmuggelware zu unterbinden.

Mehr als 20 Staaten fordern die Freilassung Kohvers, darunter die USA, Deutschland, Dänemark, Portugal, Großbritannien, Irland, Finnland, Österreich, Spanien, die Türkei, Kanada, Lettland, Litauen, Italien, Georgien, Tschechien, Polen, Belgien, die Niederlande, Frankreich, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Schweden, Norwegen, Island und Dänemarks.

Bild: Ria Novosti/ Pressedienst FSB

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. Mit antiwestlichen Verschwörungstheorien kommt man in dieser Sache auch nicht weiter. Das ist ein Prozess mit vielen Fragezeichen und deutlich politischem Akzent, so wie eine ganze Reihe anderer Verfahren, die momentan in Russland laufen. Zum Beispiel der Fall der ukrainischen Fliegerin Sawtschenko, deren Anklage an allen und Enden hinkt.

  2. Franz sagt:

    Mehr als 20 Staaten fordern die Freilassung Kohvers, darunter die USA, Deutschland, Dänemark, Portugal, Großbritannien, Irland, Finnland, Österreich, Spanien, die Türkei, Kanada, Lettland, Litauen, Italien, Georgien, Tschechien, Polen, Belgien, die Niederlande, Frankreich, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Schweden, Norwegen, Island und Dänemarks. Na da haben wir es ja wieder die ganzen Hofnarren der USA in trauter Zweisamkeit.

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