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Estnische Militärparade mit amerikanischen Panzern nahe der russischen Grenze

Von   /  27. Februar 2015  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Am 24. Februar beging Estland seinen Unabhängigkeitstag mit einer Militärparade in Narwa, unweit der russischen Grenze. An dem Auftritt nahmen unter anderem auch Soldaten und Fahrzeuge der stationierten NATO-Ländern teil.

An der Parade nur 600 Meter von der russischen Grenze, die durch den Fluss Narwa führt, waren rund 1400 Soldaten aller Waffengattungen der estnischen Streitkräfte beteiligt. Ebenfalls dabei waren Angehörige der in Estland stationierten NATO-Truppen aus Lettland, Litauen, Holland, Großbritannien, den USA und Spanien und ihre Fahrzeuge. Besonders provokant wirkten dabei die Schützenpanzer des 2. US-Kavallerie-Regiments, die mit wehenden Stars and Stripes durch Narwa rollten.

An der Unabhängigkeitsfeier nahmen unter anderem auch Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves und der Generalleutnant Riho Terras teil. „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass wenn wir uns selbst nicht verteidigen, uns niemand verteidigt – und dass wenn wir uns selbst nicht um die Sicherheit unseres Territoriums kümmern, dieses von anderen ausgefüllt wird“, sagte letzterer in seiner Ansprache, die eindeutig auf das benachbarte Russland gemünzt war.

Zusätzliche Gelder für Grenzsicherung bewilligt

Der Unabhängigkeitstag erinnert an den 24. Februar 1918, an dem die russischen Truppen aus Estland abzogen und der Staat seine Eigenständigkeit proklamierte. Am 25. Februar zogen deutsche Truppen in Reval/Tallinn ein, die das Baltikum vorübergehend besetzten.

Im Zug der Ukraine-Krise stationierte die Nato ein zusätzliches Truppenkontingent in ihren baltischen Mitgliedstaaten, die an diversen Übungen teilnahmen. Mitte Februar bewilligte die estnische Regierung zusätzlich zwei Millionen Euro, um die Grenzsicherung gegenüber Russland zu verstärken.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.gazeta.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Keine Kommentare

  1. sven varik sagt:

    Estland und das Baltikum waren so oft und lange von Russland okkupiert. Vielleicht sollte auch Russland mehr Verständnis für diese Länder entwickeln. So denn ist eine Militärparade für Estland, gerade an der Stelle wo es oftmals von Russland überfallen wurde, genau so wichtig wie die Militärparaden am 09. Mai für Russland. Mal ehrlich – Was ist eine Parade von den wenigen Soldaten? Als Provokation kann man das kaum sehen.

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