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Estland und Russland tauschen Agenten aus

Von   /  30. September 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 26. September wurden am Grenzübergang „Kunitschina Gora“ im Pskower Gebiet die beiden mutmasslichen Spione Eston Kohver und Alexei Dressen gegeneinander ausgetauscht. Beide waren zuvor zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden.


Wie während des Kalten Kriegs auf der Glienicker Brücke bei Berlin gingen die beiden Männer gleichzeitig auf die jeweils andere Seite und kreuzten sich in der Mitte der Brücke über den Fluss Puisa. Beide waren wegen angeblicher Spionage zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Alexei Dressen, der früher bei der estnischen Sicherheitspolizei angestellt war, hatte bereits drei Jahre in einem estnischen Gefängnis abgesessen, weil er angeblich Geheimdokumente an Russland weitergegeben hatte, mit deren Hilfe der russische Geheimdienst FSB westliche Agenten im eigenen Land und im Baltikum enttarnt haben soll. Wegen Beihilfe war auch seine Frau zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Kritik am Gerichtsverfahren

Der Mitarbeiter des estnischen Verfassungsschutzes Eston Kohver war vor einem Monat von einem russischen Gericht wegen illegalem Grenzübertritt und Schmuggel zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach russischer Darstellung trug er eine Pistole, 5000 Euro und elektronisches Gerät bei sich.

Während der russische Geheimdienst behauptet, er sei auf der russischen Seite festgehalten worden, bestand Kohver darauf, in eine Falle gelockt und auf die russische Seite verschleppt worden zu sein. Kohver war an der Bekämpfung von Schmugglerbanden beteiligt. Der Fall Kohver hatte für internationales Aufsehen gesorgt, Kritiker bemängelten das Gerichtsverfahren.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Estnischer Geheimdienstler in Russland wegen Spionage verurteilt – internationale Kritik

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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