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Petersburger Lachta-Zentr hat Bauabnahme bestanden

Von   /  3. Dezember 2018  /  1 Kommentar

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mm.- Am 16. Oktober 2018 erhielt das Lakhta Center die Genehmigung zur Inbetriebnahme des Gebäudekomplex. Das entsprechende Dokument wurde offiziell vom staatlichen Bauaufsichts- und Inspektionsdienst von Sankt Petersburg (Russland) veröffentlicht. Im derzeit höchste Gebäude Europas (462 Meter) begannen die ersten Mietern mit dem Innenausbau. Bis zur Eröffnung des Multifunktionskomplexes Lakhta Center, dem höchsten Wolkenkratzer Europas, wird jedoch noch ein gutes Jahr vergehen.

Die Abnahme  began im Februar 2018 mit der Vermessung der Flächen. Die Ingenieure brauchten für die Berechnung der  Räumlichkeiten aller vier Baukörper des Komplexes, mit zusammen über 400.000 m² Fläche, über ein halbes Jahr.
Im Herbst 2018 überprüfte dann die staatliche Baukommission alle Vorschriften-  u.A. Installations- und Bauarbeiten auf Konformität mit dem Plan, die Einhaltung des Flächennutzungsplans, hydrogeologische Test, die Brandschutzkonformität, ökologische Verträglichkeit, das Vorhanden sein der öffentlichen Einrichtungen und viele andere Dinge . Die umfassende Überprüfung führte zur Konformitätserklärung und der Genehmigung für die Inbetriebnahme des Lachta Zenters – der Bau ist abgenommen.

Eröffnung in einem Jahr

Die Genehmigung für die Inbetriebnahme ist ein Wendepunkt in der Geschichte  des Lakhta Centers. Ab jetzt kann die Eröffnung geplant werden. Die zukünftigen Mieter können jetzt mit dem Ausbau Ihrer Räumlichkeiten beginnen. Parallel dazu wird in der Zwischenzeit das Sky Deck in 360m Höhe für Besucher vorbereitet.  In 316m Höhe entsteht das höchste Panoramarestaurant Europas, im Einkaufszentrum entsteht ein modernes kugelförmiges Planetarium mit einem Himmelspanorama mit über 10 Mio. Sternen, Sportanlagen mit Panoramapool, ein Bildungszentrum für Kinder und Jugendliche, Ausstellungsflächen, ein Amphitheater an der Seeseite, ein Konzertsaal der sich in 15 Raumvariationen umbauen und teilen lässt und viel offener Raum für ein breites Publikum bilden ein neues Umfeld auf globaler Ebene .

In der gleichen Zeit wird der Landschaft- und Gartenbau mit der Einrichtung der Böschungen und die Verbindung des Komplexes mit dem Straßen- und Straßennetz vervollständigen, an dessen Ende zwei erhöhte Straßen mit einem eigenen Fahrrad-Fußgänger-Gehweg über dem Hafen von Lachta gebaut wurden. Die Eröffnung wird voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

 

Video: Pressedienst des Lachtazenter.

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1 Kommentar

  1. Dieter Niemann sagt:

    Und noch ein Superlativ!

    Im Jahr 2008 begannen die Manager der GAZPROM mit der Planung einer neuen Verwaltungszentrale in St. Petersburg. Das Ergebnis dieser Denkarbeit war: Neben dem Smolny sollte ein 400 Meter hohes Gebäude – das Ochta-Zentr – gebaut werden. Aber es gab wichtige Leute die dagegen opponierten. Und so kam es, dass 2010 mit der Planung eines jetzt 462 Meter hohem Multifunktionskomplexes begonnen wurde. Dieses Gebäude sollte am Rande am Rande von St. Petersburg, in der Nähe zum finnischen Meerbusen, im Stadtteil Lachta entstehen.

    Deshalb heißt der nördlichste Wolkenkratzer der Welt gut einprägsam einfach „Lachta-Zentr“ und stehet in der nördlichsten Millionenstadt der Welt – eben in St. Petersburg. Nach diesem Procedere ging es Schlag auf Schlag, endlich los. Im Oktober 2013 begannen die Bauarbeiten.
    Die Ingenieure, also die „Kopfgesteuerten“ traten etwas in den Hintergrund und die Arbeiter spielten die erste Geige. Als erstes wurde mit den Erschließungs-und -Kellergeschossarbeiten begonnen. Diese wurden schon im April 2013 beendet. Zügig ging es auch weiter. Bereits im Oktober 2017 war der „Maiskolben“ oder der „Finger von St. Petersburg“ höher als das Federazija Wostok in Moskau.

    Im Januar 2018 wurde die geplante Höhe von 462 Meter erreicht. Und vermutlich wird in 2019 in Lachta die Einweihung gefeiert.

    Nicht ganz Ernst gemeint – aber…… hätte man das Lachta-Zentr „nur“ 539 Meter höher gebaut, wäre es 2022 mit 1001 Metern genau einen Meter höher als der Jeddah Tower in Dschidda. Und die Wüstensöhne könnten nicht mehr behaupten, das höchste Gebäude der Welt stünde in Saudi-Arabien.

    Es gibt aber noch andere Gründe um in die Höhe zu bauen. Einer davon ist: Es wird weniger Grundfläche zu gepflastert und damit mehr Platz für Grünflächen gewonnen. Ein weiterer ist: in den gewonnenen 539 Meter könnten wunderschöne Wohnungen entstehen. Die Menschen, die in den unteren Etagen arbeiten, könnten in den oberen wohnen. Die Zersiedelung würde gebremst. Die alte Forderung – Menschen sollen dort wohnen wo sie arbeiten – würde hier erfüllt.

    Zwei weitere Nebeneffekte wären: Da die Fahrten zum Arbeitsplatz und zurück entfallen, würde die Luft in St. Petersburg besser und der Verkehr würde entschleunigt.

    Frank Lloyd Wright hatte 1956 eine Vision. Er wollte einen Wolkenkratzer von 1500 Metern Höhe bauen. In 528 Etagen hätten dann 130.000 Menschen wohnen können. Dieses Vorhaben blieb aber eine Vision. Es wurde bis dato nicht verwirklicht.

    Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vor 37 Jahren flog eine Tupolew T 144 mit über Mach 2 von Moskau nach Almaty in Kasachstan.
    Dieses Ereignis hat vor 40 Jahren auch kein Mensch für möglich gehalten. Übrigens – die Tupolew T 144 erreichte Mach 2 genau 61 Tage früher als die Concorde.

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