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Eremitage-Kunstraub in Millionenhöhe aufgeklärt

Von   /  25. Februar 2015  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Petersburger Eremitage stahl während Jahren wertvolle Bücher, Grafiken und Litographien aus den Beständen des Museums und verkaufte sie. Dank der Anzeige eines ehrlichen Antiquars fasste die Polizei den Dieb innert Kürze.

Die Meldung an die Ermittler kam aus dem Antiquariat von Sergei Ljach am Liteini-Prospekt im Stadtzentrum. Wie Ljach gegenüber Fontanka.ru erklärte, kam der Ermitage-Angestellte Sergei Pawlow während drei Jahren regelmässig zu ihm ins Geschäft und brachte ihm Bücher und Grafik vorwiegend aus dem 17./18. Jahrhundert von unterschiedlichem Wert.

Gegenüber dem Antiquaren gab sich Pawlow als kaufmännischer Angestellter, der die Sammlung eines Onkels geerbt hatte. Das teuerste „Erbstück“, das er in das Geschäft am Liteini-Prospekt brachte war eine 17-teilige Serie mit Petersburger Ansichten des Künstlers Michail Machajew aus dem 18. Jahrhundert, für das ihm Ljach 800.000 Rubel bezahlte. Allein in diesem Antiquariat beliefen sich die Verkäufe des Museumsdiebs auf fünf Millionen Rubel.

Wie der Antiquar gegenüber Polizei und Presse beteuerte, trug keines der gestohlenen Objekte einen Stempel, wie es normalerweise bei Museums- oder Bibliotheksbeständen der Fall ist. Der Dieb muss seine Beute in nicht registrierten Beständen des Museums gefunden haben. Erst als die Polizei eine Liste mit entwendeten Stücken an die Petersburger Antiquitäten-Geschäfte verteilte, wurde Ljach klar, wer sein Kunde war, und er verständigte umgehend die Polizei.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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