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Entging der „Sapsan“-Zug nur knapp einem Frontalzusammenstoss?

Von   /  7. August 2017  /  1 Kommentar

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eva.- Nach Angaben des russischen Geheimdienstes FSB planten die Ende Juli festgenommenen mutmasslichen Terroristen einen Zusammenstoss zweier „Sapsan“-Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Petersburg und Moskau. Ein Zug sollte zum entgleisen gebracht werden und mit dem entgegenkommenden zusammenstossen.

Das Beweisstück für diesen Plan fiel den Ermittlern zwei Wochen vor den Festnahmen in die Hände. In der Nähe der Petersburger Bahnstation „Farvorowskaja“, wo sich die beiden Züge jeweils kreuzen, wurde ein Zug von einer Art Bremsklotz auf den Geleisen beschädigt.

Wie Fontanka.ru schreibt, wurde eine Entgleisung nur dadurch verhindert, dass der Klotz zu schwach an den Geleisen befestigt war. Theoretisch gesehen hätte ein Frontalzusammenstoss katastrophale Folgen. Beide Züge sind auf offener Strecke mit rund 150 Stundenkilometern unterwegs, wobei die Geschwindigkeit bei einem Zusammenstoss verdoppelt wird.

Geheimdienst meldet vereitelte Anschläge am „Flottentag“

Als weiterer Hinweis wurde das Video der Festnahme der Verdächtigen angeführt, wo einer der Verhafteten auf die Frage, was sie vorgehabt hätten, etwas von einem Zug stammelt. Allerdings sind die Operationsvideos, die vom Geheimdienst verbreitet werden, mit Vorsicht zu geniessen, denn meist haben sie einen „gestellten“ Charakter.

Der Geheimdienst hatte am „Tag der Flotte“, als Präsident Putin in seiner Heimatstadt war, gemeldet, dass eine ganze Reihe von Anschläge an verschiedenen Orten der Stadt verhindert worden sei. 2009 wurde der Nachtzug „Neski Express“ durch eine Bombe zum entgleisen gebracht, wobei 26 Menschen getötet wurden. Offiziell wurden als Täter kaukasische Terroristen ermittelt.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Realsatire sagt:

    Ob das nun tatsächlich so war oder nur eine Heldengeschichte fürs Wahljahr :) Nur die Beteiligten wissen wie es wirklich war.

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