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Eisensteins “Panzerkreuzer Potemkin” auf dem deutschen Kinofestival 2008

Von   /  4. Dezember 2008  /  Keine Kommentare

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Mit brandaktuellen preisgekrönten Produktionen wie “Kirschblüten-Hanami”, Die Welle”, “Wolke 9”, “Krabat” und vielen anderen präsentiert das Goethe-Institut zum Jahresausgang (6. bis 14. Dezember) die erfolgreichsten Filme dieser Saison. Als besonderes Highlight wird die Aufführung der rekonstruierten Urfassung des Stummfilms “Panzerkreuzer Potemkin” in Begleitung des Sinfonieorchesters des Mariinsky-Theaters unter Hellmut Imig erwartet.

eva.- Mit dem Film “Die Welle”wird das Thema Faschismus angesprochen. Regisseur Dennis Gansel stützt sich darin auf das Experiment, das 1967 ein Lehrer am Cubberley High School in Palo Alto (USA) mit seinen
Schülern durchführte, um das Verhalten der Massen im Dritten Reich zu studieren.

„Krabat“ und „Das Fräulein“

Dem Film “Krabat” liegt die gleichnamige sorbische Sage aus dem 17. Jahrhundert zugrunde. Der Junge Krabat lernt als Lehrling in der “schwarzen Mühle” die Zauberkunst und muss gegen seinen Meister antreten, um sich und seine Freunde zu befreien.

Die deutsch-schweizerische Produktion “Das Fräulein” von Andrea Staka thematisiert den Krieg in Bosnien (1992-95). Die 22jährige Anna flieht aus Sarajewo und muss das Schicksal als Flüchtling in der Schweiz meistern. Dies nur ein Auszug aus dem reichhaltigen Programm der Filmwoche.

Originalfassung von Panzerkreuzer „Potemkin“ rekonstruiert

Grandioser Schluss- und Höhepunkt der Kinowoche wird die Vorführung von Sergei Eisensteins Klassiker “Panzerkreuzer Potemkin” (1925) sein. Der Stummfilm wird im Konzertsaal des Mariinski-Theaters vorgeführt, untermalt vom hauseigenen Sinfonieorchester, das unter der Leitung von Helmut Imig die Begleitmusik von Edmund Meisel spielt. Obschon weltberühmt, ist Eisensteins ursprüngliche Fassung des Streifens lange im Dunkeln geblieben.

Nach der Berliner Premiere von 1925 wurde der Film neu im Westen vor allem in einer neu geschnittenen Version verbreitet. In der Sowjetunion wurde der Film unter Stalin ideologisch “angepasst” und verfälscht. Dank einer aufwändigen Rekonstruktion des deutschen Filmarchivs liegt nun wieder eine Originalfassung vor.

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie in unserem Kalender am rechten Rand der Webseite.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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