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Ein Kommen und Gehen – Expats in Petersburg

Von   /  29. Juli 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Zahl westeuropäischer Expats in St. Petersburg hat vor dem Hintergrund der politischen Spannungen und der russischen Wirtschaftskrise deutlich abgenommen. Von diesem Rückgang sind jedoch längst nicht alle Nationalitäten betroffen – einige haben sogar deutlich zugelegt.


Wie der Petersburger Migrationsdienst (UFMS) meldet sind gegenwärtig mehr als 2500 hochqualifizierte „Gastarbeiter“ in der Stadt gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund halb soviel amerikanische (14), britische (27) und chinesische Staatsangehörige (21). Die Zahl der gemeldeten Finnen (104) und Spanier (16) ging um 25 und 22 Prozent zurück.

Die deutsche Expat-Gemeinde (103) ist hingegen gewachsen, und zwar um satte 24 Prozent. Die höchste Zahl ausländischer Kader stammt hingegen aus der Türkei (498) und hat sich praktisch verdoppelt.

Valuta-Einkommen und hoher Lebensstil

Wie Fontanka.ru schreibt, wurden die meisten ausländischen Kaderleute durch die schlechte Wirtschaftslage zur Abreise gezwungen – so zum Beispiel wegen der Stilllegung des General Motors Werks in Schuschary bei Petersburg. Da die meisten Ausländer Arbeitsverträge mit Valuta-Einkommen haben und einen gehobenen Lebensstil führen, sind sie für viele Unternehmen wegen des Rubelzerfalls zu einem grossen Budgetposten geworden und werden teilweise durch russische Spezialisten ersetzt.

Der starke Zuwachs türkischer Fachleute lässt sich durch die grossen Investitionen im Bausektor erklären. Türkische Firmen errichten momentan Hotels und sind bei Bauprojekten, wie dem Autobahnzubringer (ZSD) und dem „Lachta Zentr“ von Gazprom beteiligt. Die deutsche Gemeinde wurde teilweise durch die verstärkte Zusammenarbeit von Siemens und dem Petersburger Unternehmen „Silovie Maschiny“ vergrössert. Nach Angaben von Fontanka.ru sollen sie Gasrohre für Kraftwerke auf der Krim liefern.

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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