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Dreikönigsgaben aus Athos in St. Petersburg – lange Pilgerschlangen erwartet

Von   /  14. Januar 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Dreikönigsgaben aus dem Paulus-Kloster auf Athos, eine der wichtigsten christlichen Reliquien, sind in St. Petersburg eingetroffen, wo sie bis am 17. Januar zu sehen sind und danach weiter nach Weissrussland und in die Ukraine reisen. Die Gaben – Myrrhe, Weihrauch und Gold –  haben zum ersten Mal Griechenland verlassen. Sie wurden vergangene Woche in Moskau von hunderttausenden orthodoxer Gläubiger besucht.

Bereits in der vergangenen Nacht sind die ersten Gläubigen im Novodevitschi-Kloster am Moskowski Prospekt 100 angestanden, um ab 16.30 Uhr bis 22.00 Uhr zu den Reliquien vorgelassen zu werden. Sie werden am 15. und 16. Januar von 06.00 bis 22.00 Uhr und am 17. Januar von 06.00 bis 13.00 Uhr zugänglich sein.

Eine ganze Woche lang waren die Gaben bereits in der Moskauer Christ-Erlöser-Kirche aufgestellt, und die Pilger warteten bis zu neun Stunden in der Warteschlange, um die Gaben der drei Weisen aus dem Morgenland Caspar, Melchior und Balthasar anzubeten. Trotz des grossen Menschenauflaufs verlief die Aktion ohne Zwischenfälle.

Pilger stürzte Gaben vom Postament

Nur ein Pilger aus St. Petersburg sorgte am letzten Tag für Unruhe als er die Gaben vom Postament stürzte. Nachdem er festgenommen worden war, erklärte er, es sei ihm von einer Stimme befohlen worden. Da der Mann offenbar betrunken war, verzichtete man auf eine Anzeige.

In Moskau besuchten über 400.000 Menschen die Dreikönigsgaben, und in St. Petersburg werden rund 100.000 Pilger erwartet. Zu ihrer Betreuung sind 400 freiwillige Helfer vor Ort, ausserdem stehen 20 Autobusse zum Aufwärmen und ebensoviele Busse zur Abgabe von kostenlosen Malzeiten, sowie 100 Toiletten bereit.

Nur eine spezielle „soziale“ Warteschlange

Wie die Kirchenadministration versichert hat, gibt es nur eine spezielle Warteschlange, die ausschliesslich für behinderte, kranke und betagte Gläubige vorgesehen ist – ansonsten werden keine Ausnahmen gemacht. Die Gläubigen werden dazu aufgerufen, ihre Kräfte richtig einzuschätzen, bevor sie sich dazu entschliessen, anzustehen. Da mittlerweile winterliche Temperaturen herrschen, kann das Anstehen zu einer echten Strapaze werden.

Die Polizei sichert und begleitet den Anlass rund um die Uhr und bemüht sich, die Behinderungen für den Verkehr so klein wie möglich zu halten. Für die Dauer der Veranstaltung wird die Kiewer Strasse vom Moskowski Prospekt bis zur Saosernaja-Strasse gesperrt. Falls viele Pilgerer kommen, kann auch die Einfahrt zur Tschernigowskaja-Strasse geschlossen werden.

Bild: Maxim Blinow/ Ria Novosti

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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