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Doghunter vergiften Hunde auf dem Petersburger Marsfeld

Von   /  9. Oktober 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der Spaziergang über das Peterburger wurde lebensgefährlich – in erster Linie für Hunde, aber auch für Passanten. In den vergangenen Wochen meldeten Petersburger Tierschützer sechs Todesfälle vergifteter Hunde in kurzer Folge und schlugen Alarm.

Wie der städtische Fernsehkanal Tv100.ru meldete, wurden sämtliche Tiere durch ein schnell wirkendes Gift getötet, das Herz und Atmung der Tiere lähmte. Was für ein Gift verwendet wurde, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden, weil niemand sein Tier für eine Expertise zur Verfügung stellen wollte und keine Köder gefunden wurden. Offenbar wurde das Gift auf dem ganzen Gelände verstreut und von den Opfern mit den Pfoten aufgelesen. Die Veterinäre raten auch Menschen, sich nach einem Gang über das Feld die Hände zu waschen.

Zwar ist die russische Tierschutzbewegung in den letzten Jahren stärker geworden und dank Sozialnetzwerken besser organisiert. Doch auch Feinde der Tiere, die so genannten „Doghunter“ haben ihr Netzwerk. Obschon die Internet-Kontrollbehörde Roskomnadsor in diesem Jahr zwei Webseiten gesperrt hat, auf denen Tierquäler ihre Erfahrungen bei der Hundejagd und sogar „Tipps“ beim Töten der Tiere ausgetauscht hatten, sind sie dennoch sehr aktiv.

So wurden aus der Stadt Perm Fälle von Kindern bekannt, die von Erwachsenen im Wald instruiert wurden, wie Hunde mit Selbstverteidigungs-Waffen getötet werden können. Ein Verkäufer in einem Waffengeschäft meldete den Tierschützern, dass auffällig viele Pistolen für Kinder gekauft würden, die erzählten, dass sie damit Jagd auf Hunde machen würden. Bei Nachforschung stiessen die Hundeschützer dann tatsächlich auf den Kadaver eines zu Tode gequälten Tiers – die Polizei nahm jedoch wegen angeblichem Mangels an Beweisen kein Verfahren auf.

Trotz des Engagements wurden dieses Jahr im Permer Stadtteil „Jubileiny“ die Rekordzahl von 40 getöteten Hunden gemeldet. Die Tierschützer in Perm kämpfen nicht nur gegen die Hunde-Killer, sie bieten auch eine Lösung für Leute an, die Probleme mit ihren Haustieren haben oder sich vor herumstreunenden Strassenhunden fürchten. Mittels einer Hotline können Freiwillige gerufen werden, welche aggressive Tiere einfangen und in ein Tierheim bringen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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