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Dire-Straits-Gründer Mark Knopfler sagt Konzerte in Russland ab – Protest gegen NGO-Inspektionen

Von   /  5. April 2013  /  3 Kommentare

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TOPTICKER.- Mark Knopfler, Gründer der britischen Rock-Gruppe Dire Straits, hat seine Auftritte in Moskau und St. Petersburg im kommenden Sommer aus politischen Gründen abgesagt, heißt es auf der offiziellen Webseite des Musikers.

„Angesichts des Drucks der russischen Behörden auf Bürgerrechtsorganisationen, darunter auf Amnesty International und Human Rights Watch, muss ich mit Bedauern meine für den Juni geplanten Konzerte absagen“, schreibt Knopfler. „Ich mag es sehr, in Russland aufzutreten, und fühle mich mit diesem Land und den Menschen dort sehr verbunden. Ich hoffe, dass sich die jetzige Situation möglichst bald zum Besseren ändert.“

Knopflers Shows waren für den 7. und den 8. Juni geplant. Die Fans, die bereits Eintrittskarten gekauft haben, werden gebeten, das Geld an den Kassen zurückzufordern. Der Kartenverkauf war am Vortag auf Initiative des Rockstars eingestellt. Gründe dafür wurden allerdings zunächst nicht genannt.

Kritik an Pussy-Riot-Urteil

Im August 2012 hatte Knopfler bereits die russischen Behörden für das Urteil der Mitglieder der Punkband Pussy Riot kritisiert. „Dieses Urteil erniedrigt Russland in den Augen der Welt“, schrieb er damals. „Ich verurteile die Gefängnisstrafe für diese jungen Frauen und unterstütze das Recht eines jeden Menschen auf Protestbekundung.“ Mark Knopfler hatte bereits dreimal Solo-Konzerte in Russland gegeben. Die Auftritte im kommenden Sommer waren als Teil der Promotion-Tour für das im September 2012 erschienene Album „Privateering“.

Im März 2013 kam es in Russland zu massenhaften Kontrollen von Non-Profit-Bürgerrechtsorganisationen. Vertreter der Staatsanwaltschaft, der Steuerinspektion und anderer Kontrollbehörden suchten unter anderem Büros der Menschenrechtsorganisation Memorial, der Bewegung „Für die Menschenrechte“ sowie der russischen Vertretungen der internationalen Organisationen Amnesty International, Human Rights Watch und Transparency International.

Bild: Wikimedia Commons/ Chris Kuhl

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. eva sagt:

    Ich glaube nicht, sonst kann man ja in jedem Konzert, bzw. in jeder Absage einen „doppelten Boden“sehen. Madonna trat ja auf – aber ihr wurde vorgeworfen, sie würde ihren Auftritt für Toleranz gegenüber Homosexuellen als persönliche Publicity missbrauchen. Das kann man nun drehen wie man will.

  2. realsatire sagt:

    Ob das nicht ein bischen vorgeschobene Gründe sind?
    Vieleicht ist ihm im Zuge der Berichterstattung aufgegangen das die Russischen Vertragsbedingungen nicht ideal sind, und statt auf der Bühne den Fans die Meinung zum Thema mitzuteilen bleibt er lieber zuHause.

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