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Diplomatisches Schattenboxen zwischen Ost und West

Von   /  18. November 2014  /  Keine Kommentare

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eva.- Mit Ausweisungen drücken Europa und Russland derzeit ihre Unzufriedenheit mit der politischen Gegenseite aus. In mehreren Fällen ist die Rede von Spionage, doch scheinen die meisten politisch motiviert zu sein.

Am 15. November wurde der Fall einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Moskau bekannt, die vom russischen Aussenministerium dazu aufgefordert worden war, das Land zu verlassen. Konkrete Gründe dafür wurden nicht genannt, doch scheint die Ausweisung ganz offensichtlich eine Antwort auf die kürzliche Ausweisung eines Mitarbeiters des russischen Generalkonsulats in Bonn zu sein, der vom Bundesverfassungsschutz der Spionage verdächtigt wurde und diskret zur Ausreise aufgeführt worden war.

Ebenfalls in der vergangenen Woche waren mehrere polnische Militär-Attachés und ein Botschaftsmitarbeiter „wegen einer Tätigkeit, die mit ihrem Status unvereinbar ist“ aus Russland ausgewiesen. Kurz davor hatte Warschau russische Diplomaten nach Hause geschickt.

Lettland-Russland: Ausweisungen eines Politologen und eines Politikers

Wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti am 16. November meldete, wies Russland den ehemaligen lettischen Parlamentsabgeordneten Alexei Cholostov wegen angeblicher Spionage aus, während einige Tage zuvor der russische Politololog Konstantin Simonow von der lettischen Regierung ausgewiesen worden war.

So unbegründet die meisten der Ausweisungen erscheinen, so offensichtlich ist das Missbehagen zwischen Ost und West, das damit ausgedrückt wird. Die politischen Beziehungen zwischen der EU und Russland haben wegen der Ukraine-Krise einen neuen Tiefpunkt erreicht – und sogar Deutschland, das bisher immer eine Sonderrolle gespielt hatte, wird von Russland nicht mehr geschont.

Bild: Das russische Aussenministerium (MID) in Moskau. (Wikimedia Commons)

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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