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Die „Russische Bühne“ aus Berlin spielt am Internationalen Theaterfestival in Petersburg

Von   /  2. April 2010  /  Keine Kommentare

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eva/pd.- Die Russen hängen am Theater ebenso wie an der Literatur – darum haben sie nicht nur ihre Lieblingsbücher mit in die Fremde genommen, sondern dort auch eigene Theatertruppen gegründet. Seit zwei Jahren tritt die „Russische Bühne“ von Ilia Gordon und Regisseurin Inna Sokolova auf einer eigenen kleinen Bühne in einem umgebauten Lebensmittelgeschäft in Berlin-Schöneberg auf.

In dem Kleintheater für siebzig Zuschauer und günstigen Eintrittpreisen, die mit problemlos mit Kino-Tickets konkurrenzieren können, wollen sie Live-Kultur in die deutsche Hauptstadt bringen und das klassische Theater pflegen. Neben einem ausgesprochen russischen „Akzent“ spielt das Ensemble auch Stücke von Autoren anderer Herkunft. Darüber hinaus legt man grossen Wert auf ein Repertoire für Junge und bietet Theaterkurse für Kinder und Jugendliche an.

Bereits zum zweiten Mal in Folge am Petersburger Festival

Schon im vergangenen Jahr nahm die Truppe mit Byrons „Kain“ am Internationalen Theaterfestival der russischen Theater aus den GUS-Staaten und dem Baltikum teil. Dieses Jahr werden die klassischen „Kleine Tragödien“ nach A.S. Puschkin in einer neuartigen Inszenierung von Inna Sokolova-Gordon aufgeführt. „Es ist für uns eine große Ehre, zum zweiten Mal in Folge eingeladen zu werden“, meint Ilia Gordon stolz.

Puschkins „Kleine Tragödien“ bedeuten Bewegungstheater, Fechtszenen, Gesten und Posen, die die Texte untermalen – die Expressivität ist zunächst für den anderes gewohnten Zuschauer fremd. Pathos und sakrale Motivik bestimmt die kurzen Szenen, in denen das Spiel mit den Requisiten die Geschichten erzählt.

Parallelwelt der Gefühle

Von Leidenschaften wird berichtet, vom „Gelage während der Pest“ oder von „Mozart und Saleri“, der Geschichte einer Eifersucht. Symbolisch sind die Figuren angeordnet, die von einer Szene zur nächsten eine Parallelwelt der Gefühle aufzeigen, was immer tödlich endet. Nicht unwesentlich ist die Musik in dieser Theaterwelt, die die Bewegungsabläufe strukturiert.

„Kleine Tragödien“ nach A.S. Puschkin, 8. April, 19.30 Uhr, Kleine Bühne des Theaterfestivals „Baltisches Haus“ („Baltiski Dom“), Alexandrowski Park 4, Tel. 232-93-80

www.baltichouse.spb.ru
www.russische-buehne.de

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  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 2. April 2010
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  • Zuletzt geändert: April 2, 2010 @ 12:18 pm
  • Rubrik: Aktuell, Kultur

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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