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6 neue Linien – die Metro St. Petersburg baut aus

Von   /  16. August 2009  /  Keine Kommentare

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mm: Das Städtische Transportkomitee hat ehrgeizige Pläne für die Entwicklung des St. Petersburger Metronetz vorgestellt. Die Stadt wird Wettbewerbe für die Entwicklung von neuen Trassen für 70km Metro auf 6 weiteren Linien, deren Stationen, Betriebsgebäude und Depots ausschreiben.

Für diese Planungenarbeiten sind 130 Millionen Rubel (ca. 2.9 Mio. €) im Haushalt vorgesehen. Die Gewinner und deren Ergebnisse sollen dann am 15. Juli nächsten Jahres bekanntgegeben werden.

Eine Komplexe Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer

Die Architektonische Aufgabe ist es auch neben der genauen Lageplanung, die künstlerische Ausgestaltung von 52 Stationen, 56 Rolltreppentunneln, 71 Belüftungsanlagen, neue Metrodepots mit 60.000 m² Fläche, 8 kleineren unterirdischen Hallen, unterirdische Verbindungstunnel zu neuen Stationen mit 3 Rolltreppen sowie 13 neu Umsteigebahnöfe.

Der Wettbewerb soll vor allem die gute Zugänglichkeit und verkehrstechnische Anbindung der Stationen, und das bequeme Umsteigen gewährleisten.

Napoleonische Pläne ?*

Die ersten Neubauten werden die Linie 5 in den Süden erweitern und neben der bereits eröffnteten Station Wolodowskaja kommen die Station „Obwodni Kanal“ auf der bereits bestehenden Line hinzu. Die Stationen Bucharestskaja, Internationalnaja, sind ebenfalls für 2010 geplant. Bis 2012 kommen auf der Linie dann noch „Prospekt Slawy“, Dunaiskaya, Balkanskaja und „Yug – Süden“ als Endstation hinzu.

Im Norden wird die Linie 5 unterhalb des Kommendantski Prospekt ab 2013 weitere 4 Stationen erhalten. 2014 wird dann die Prestigeträchtige Metrostation „Teatralnaja“ im Herzen der Stadt mit Ausgang im/ am neuen Mariinski Theater erhalten.

Südosten bis zum Nordwesten

Bis zum Jahr 2020 sollen der Krasnogwardeski und Krasnoselsky und Kallininski Rayon angebunden werden. 2015 soll die erste Zweigstrecke zwischen der Station „Moskowskie Warota – Moskauer Tor“, Bruenewaja, durch die existierende Station „Krasno-Putilowskaja“ bis zur Kasakowskaja am gleichnahmigen Prospekt im Südwesten gelegt werden. Diese Strecke wird die meisten neuen Stationen und die grössten Transportlückem in Städtischen Netz schliessen.

Bei der Mega Mall wird die bestehende Linie im Jahr 2016 um die Station „Narodnaja“ nach der Station Dybenko erweitert. (Wie bereits berichtet streitet der Chef von Ikea mit Lenenergo um den Strom, aber die Stadt baut immerhin eine Metro an den Ort)

Eine neue Querverbidnung wird von der Station Wasiliinsel (II) über Sportiwnaja mit nur einer neuen Station Wwendskaja über die Petrogradskaja zur Station Wyborgskaja die lang ersehnte Querverbindung von den Inseln zur Wyborger Seite ermöglichen.

Metro unter dem finischen Meerbusen

Ab 2020 ist geplant entlang des Bolschoi Prosekts unter Wasiliinsel durch die noch nicht gebauten Neubauviertel „Meeresfassade“ und unter den nördlichen Nevamündungen hindurch zum Prospekt Sawuschkina und weiter eine 7. neue Linie anzubinden. Da diese

*“napoleonische Pläne“ – Im russischen Volksmund sind damit „grössenwahnsinnige Unternehmen von gigantischem Ausmass und ungewissem Ausgang gemeint“ wie z.B. der Angriff Napoleons auf Russland.

metro2020

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