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Die Orthodoxen feiern Peter und Paul

Von   /  12. Juli 2013  /  Keine Kommentare

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Von Armin Wilding

Für die orthodoxen Christen endet mit dem heutigen Fest das Petersfasten, welches in diesem Jahr aufgrund des späten Ostertermins sehr kurz ausfiel und nur zwölf Tage dauerte. Im Vergleich zur Großen Fastenzeit ist die Bußzeit vor dem Fest von Peter und Paul etwas weniger streng, denn an den meisten Tagen ist im Gedenken an den ersten Beruf des Petrus der Verzehr von Fisch erlaubt.

Noch immer geht die Legende um, dass Petersburg zu Ehren Zar Peters benannt wurde, obwohl die orthodoxen Christen am am heutigen Tag das eigentliche Patronatsfest der Stadt feiern: Zar Peter stellte durch den Namen “Petersburg” seine Gründung unter den Schutz des Apostels. Er war sich bewusst, dass er seine Hand nicht lange über die Stadt würde halten können, doch bei den “hochgerühmten erstoberen Aposteln”, wie sie in der Ostkirche genannt werden, würde sie stets Fürsprache finden. Darauf weist auch die Grabeskirche der Zaren, die Peter-und-Paulskirche in der gleichnamigen Festung, hin.

Die Tatsache, dass sich die Reliquien von Petrus und Paulus in katholischen Kirchen von Rom finden und der Papst legitimer Nachfolger Petri ist, tut der Verehrung dieser Heiligen in der Orthodoxen Kirche keinen Abbruch, da die globale Bedeutung der Apostelfürsten das Problem der Kirchenspaltung weit übersteigt.

Paulus legte mit seinen Schriften, die zum Bestand des Neuen Testaments gehören, Grundsteine des christlichen Glaubens und Petrus ist der von Christus selbst bestimmte Hirte der großen Herde und wurde schließlich erster Bischof Roms, der Hauptstadt des Weltreiches. Bis zum heutigen Tag hat der römische Bischof den Ehrenvorrang unter seinesgleichen und das wird auch von orthodoxer Seite nicht bestritten. Die Differenzen beginnen erst dort, wo es um die konkreten Kompetenzen des Papstamtes geht.

Bild: Die Kathedrale der Peter- und Paulsfestung (Eugen von Arb/ SPB-Herold)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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