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Die neueste Masche beim „Abschleppdienst“ – die Behindertenparkplätze

Von   /  17. Januar 2016  /  1 Kommentar

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eva.- Den Petersburger AutobesitzerInnen wird  aufgefallen sein, dass sich die Anzahl der Behindertenparkplätze im Stadtzentrum und bei Supermärkten während der vergangenen Monate vervielfacht haben – das hat einen einleuchtenden Grund.

Nicht dass sich die Behörden, Supermarktbesitzer oder die Verkehrspolizei plötzlich den benachteiligten Verkehrsteilnehmern angenommen hätten – nein! Es geht ganz offenbar um den wachsenden Geldhunger der Abschleppdienste und allen anderen, die von „Falschparkierern profitieren.

Per Gesetz müssen Parkplatzbesitzer zehn Prozent der Fläche behinderten AutofahrerInnen zur Verfügung stellen. Wenn es auch früher bereits Plätze mit dem Rollstuhlzeichen gab, so kümmerten sich die russischen Verkehrsteilnehmer meist einen Deut darum und parkten, wo sie wollten.

Schilder und Abschleppwagen aus heiterem Himmel

Nun kann man auf den Parkings der grossen Einkaufszentren im Stadtzentrum wie Lenta, Auchan oder O’key einkauft, beobachten, wie aus dem heiteren Himmel Abschleppwagen auftauchen und gleich reihenweise Autos abschleppen, weil plötzlich aus demselben heiteren Himmel Schilder aufgetaucht sind, welche die Plätze in einer Distanz von 12 Metern zu Behindertenparkplätzen gemacht haben.

Da die Busse für das Parkieren auf Plätzen für Behinderten mit 5000 Rubel deutlich höher ist als die übliche Strafe fürs Falschparkieren (3000 Rubel), bekommt der Staat deutlich mehr Geld in die Kasse.

Die Abschleppdienste, die für ihren Dienst zusätzlich entlöhnt werden, lassen sich dieses Geschäft erst recht nicht entgehen. Wie Fontanka.ru schreibt, sollen inoffiziell auch die Beamten der Verkehrspolizei am „Abschleppkuchen“ beteiligt sein.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Parkgebühren im Petersburger Stadtzentrum – ab Mai 2015 gilts ernst

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Jürgen Forbriger sagt:

    Da hilft nur einen Drahtesel kaufen-wie bei uns in Deutschland!

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