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Die Kirche als Ausstellungssaal – „Handmade in Germany“ in der Petrikirche

Von   /  26. September 2014  /  Keine Kommentare

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eva.- Im Fall der Handwerksausstellung „Handmade in Germany“ erweist sich das Kirchenschiff der Petrikirche als ideale Ausstellungsfläche. Sie bietet gut präsentierte schöne, kostbare und teure Dinge aus Deutschlands Manufakturen zum anfassen.

Schön kann fast jeder Stoff sein, wenn er richtig verarbeitet ist und ein tolles Design besitzt. Genau das haben wohl alle Exponate gemeinsam, die momentan im Hauptsaal der Petrikirche gezeigt werden. Möbel, Textilien, Geschirr, Uhren, Schmuck, Nippsachen, Musikinstrumente aus Deutschland und (zumindest grösstenteils) von Hand gemacht – dabei zieht es jeden Besucher der Aussstellung.

Die einen haben eine Schwäche für die traditionsreichen Pelikan – Federhalter, die anderen wollen sich Holzfiguren von Wendt & Kühn aus Grünhainichen im Erzgebirge oder Gefässe von der Königlichen Porzellan Manufaktur in Berlin anschauen. Manchen interessieren sich mehr für die Erzeugnisse junger Manufakturen, wie Langliebig aus München oder Vickermann und Stoya aus Baden Baden.

Wechselvolle deutsche Industriegeschichte

Obschon in vielen Bereichen die Wegwerfmentalität noch stärker geworden ist, existieren diese kleinen Betriebe, in denen von einer Person bis zu hunderten arbeiten, immer noch, oder wieder. Manchmal haben sie überlebt dank ihres Einfallsreichtums, manchmal Dank der Zeitlosigkeit ihres Designs, manchmal dank des Wechsels in den Luxusbereich.

Die wechselvolle deutsche Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts mit Weltkriegen, Revolutionen, Krisen, Wirtschaftswunder, Teilung und Wiedervereinigung hat für Einschnitte in der Geschichte jedes Betriebs in Deutschland gesorgt. Manchmal bedeuteten sie das Ende, manchmal die Verstaatlichung, manchmal die Chance für einen Neuanfang. Gerade deshalb sind die Schilder mit den Firmengeschichten mindestens ebenso interessant wie prächtigen Exponate daneben.

19. – 28. September. Petrikirche, Newski Prospekt 22-24, Tel. 312-07-98. www.petrikirche.ru
www.drb.ru
www.handmade-in-germany.org

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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