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Die Deutsche Woche St. Petersburg 2013 in Bildern

Von   /  24. April 2013  /  Keine Kommentare

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eva.- Der „St. Petersburger Herold“ verfolgt die diesjährige Deutsche Woche mit der Kamera. In unserer Fotogalerie zeigen wir einen Querschnitt durch das Programm des Grossanlasses in Bildern (siehe Fotogalerie unten).

Folgende Veranstaltungen wurden im Bild festgehalten:

19. April in der Staatlichen Universität St. Petersburg. Die permanente Renaissance – der Philosoph Peter Sloterdijk diskutiert in St. Petersburg. Peter Sloterdijk zählt zu den einflussreichsten, prominentesten und zweifellos auch intellektuell aufregendsten Philosophen unserer Zeit. Im Rahmen seines ersten Besuchs in St. Petersburg und Russland überhaupt wird Prof. Sloterdijk an der SPbGU zu seiner Theorie der „permanenten Renaissance“ vortragen und diese anschließend mit den russischen Philosophen Prof. Fjodor Girenok (Moskau), Prof. Alexandr Percev (Jekaterinburg) und Dr. Alexandr Sekazki (St. Petersburg) diskutieren. Dieses Highlight der Deutschen Woche ist nicht nur für Philosophieexperten ein Muss, sondern für alle, die ihren Horizont erweitern und neue Gedankenwelten kennenlernen wollen oder ganz einfach Freude am Philosophieren und (Nach-)Denken haben.

20. April im Dostojewski-Museum. „Sehnsucht nach Großzügigkeit“ – eine Präsentation des Myschkin-Preises durch Prof. Peter Sloterdijk. Peter Sloterdijk zählt zu den einflussreichsten, prominentesten und zweifellos auch intellektuell aufregendsten Philosophen unserer Zeit. Im Rahmen seines ersten Besuchs in St. Petersburg und Russland überhaupt wird Peter Sloterdijk im Dostojewski-Museum den von ihm und einem Freundeskreis gestifteten Myschkin-Preis vorstellen. Anschließend gibt es Gelegenheit, in einem Gespräch Näheres zu dem Preis und seinen Hintergründen zu erfahren. Die Veranstaltung findet dabei nicht zufällig im Dostojewski-Haus statt, dem Ort, an dem Fürst Myschkins Schöpfer seine letzten Jahre verbrachte.

20. April im Kino „Awrora“. Filmwelt Nordrhein-Westfalen. „Ausgerechnet Sibirien“. Filmvorführung im Rahmen des Programms „Filmwelt Nordrhein-Westfallen: Anschauen und diskutieren“. „Ausgerechnet Sibirien“ ist eine Komödie aus dem Jahr 2012. Der Film handelt vom pedantischen Logistikfachmann Matthias Bleuel, der dienstlich nach Sibirien reist und dort einen gewaltigen Kulturschock erlebt. Wundervolle Originalkulissen und das Spiel mit deutsch-russischen Klischees machen diesen Film zu einem echten Vergnügen.

21. April im Dom Kino. „Glücksritterinnen“, Dokumentarfilm, 80 Min., Regie: Katja Fedulova. Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin. Verunsichert von den Wirren der frühen 90er Jahre verlassen sechs junge Frauen ihre Heimatstadt, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Der Film von Katja Fedulova berichtet von den Schicksalen dieser sechs Freundinnen, die ihren Platz in der Fremde suchten. Ob sie ihn fanden und ob Ihre Träume und Hoffnungen erfüllt wurden, erfahren Sie an unserem Filmabend, zu dem die Regisseurin eigens anreisen wird. Jenseits der sechs Einzelschicksale, lädt der Film den Zuschauer dazu ein, über Fremd- und Selbstbestimmung, Lebensplanung und Glücksvorstellungen nachzudenken. Nicht zuletzt deshalb wurde der Film „Glücksritterinnen“ mit dem Deutschen Nachwuchspreis „First Steps“ und dem “New Berlin Film Award” in der Kategorie „Beste Dokumentation“ ausgezeichnet.

22. April im Museum für politische Geschichte Russlands. Ausstellung „Wir wollen freie Menschen sein. Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953“. Zwanzig großformatige Plakate erzählen die Geschichte des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. In jenen Tagen gingen eine Million Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden in der DDR auf die Straße. Es waren sowjetische Panzer, die den Aufstand ab dem 17. Juni 1953 alsbald im Keime erstickten. Die Ausstellung schildert die Vorgeschichte des Aufstandes. Sie zeigt auf, wie der Protest Berliner Bauarbeiter zum Auslöser republikweiter Massendemonstrationen wurde, die für die unterschiedlichen Regionen der DDR geschildert und illustriert werden. Weitere Plakate widmen sich der Niederschlagung des Aufstandes und seiner Opfer. Ausführlich werden die Folgen der Erhebung für die SED-Diktatur, die Reaktionen des Westens sowie die Erinnerung an den Aufstand von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart beschrieben. Autor der Ausstellungstexte ist der renommierte Historiker und Publizist Dr. Stefan Wolle. Die Austellung wurde vom Leipziger Grafiker Dr. Thomas Klemm gestaltet.

22. April im Zarenfoyer des Alexandrinski-Theaters. Rätsel der Geschichte. Theaterabend. Im 18. Jahrhundert gab es in St. Petersburg ein deutsches Theater, das Stücke in deutscher Sprache auf die Bühne brachte und das in seiner Blütezeit bis in den Rang eines Kaiserlichen Hoftheaters aufstieg. Nach der Schließung des Theaters 1890 schlossen sich die deutschen Schauspieler anderen Schauspieltruppen locker an und gaben noch bis 1914 gelegentlich Gastspiele. Die Kostüme wurden an andere Häuser weiterverkauft und für Stücke des russischen Repertoires verwendet. Einige Kostüme gelangten in den Fundus des Alexandriinski-Theaters, wo sie wie durch glückliche Fügung zwei Weltkriege, Bürgerkriegswirren und die Blockade überlebten. Die auf uns gekommenen Requisiten zeugen anschaulich von der gemeinsamen deutsch-russischen Theatertradition. In der Form einer szenischen Aufführung werden sie nach Jahrzehnten erstmals wieder ins Rampenlicht geholt, begleitet von kulturhistorischen Erläuterungen.

23. April im Hotel „Astoria“. „Kaffee op kölsch“. Geheimnisse der Kaffeezubereitung. Seminar mit Kaffee-Verkostung. Heribert Schamong, der Inhaber der ältesten Kaffeerösterei Kölns, weiht die Teilnehmer in die Geheimnisse der Kaffeezubereitung ein, schildert Details und Besonderheiten der Kaffeeproduktion und erklärt den Einfluss des Anbaugebiets der Bohnen auf den Kaffeegeschmack. Als krönender Abschluss findet eine Verkostung von Kaffeespezialitäten aus Köln statt. Das Projekt bietet die einmalige Gelegenheit, von einem Experten in die Kunst der Kaffeezubereitung eingeführt zu werden, das Erlernte auszuprobieren sowie im historischen Ambiente des Café Astoria erstklassigen Kaffee aus exotischen Ländern Asiens, Afrikas und der Karibik zu verkosten.

25. April im Puschkin-Museum. Internationales Märchenmenü. Jörn-Uwe Wulf erzählt seit 23 Jahren Erwachsenen und Kindern Märchen. Das ist sein Beruf. Schon einer seiner Ururahnen vor 120 Jahren war als Erzähler bekannt. Das Repertoire des Sprachkünstlers umfasst mehrere hundert Märchen aus aller Welt.

Das Menü des Abends besteht aus:
Küchengruß – Glück und Kummer (Russland)
Suppe – Die Steinsuppe (Indien)
Vorspeise – Zauberbrunnen (Afghanistan)
Hauptspeise – Die Kristallkugel (Deutschland)
Dessert – Knabe auf dem Baum (Deutschland)
Käse – Der Schlitten (Lappland)
Kaffee – Drei Deutsche wegen ihres Russisch in höchster Gefahr (Deutschland)

28. April im grossen Saal der Philharmonie. Abschlusskonzert der Deutschen Woche 2013. Der Cellist und Sieger des hochdotierten Hamburger Musikwettbewerbs TONALi12 Grand Prix, Alexej Stadler, gab zusammen mit dem Kammerorchester „Hamburg Sinfonietta“ unter der Leitung von Hansjörg Albrecht (Deutschland) ein Gastkonzert und stellte die Musiktradition Hamburgs des 18. Jahrhunderts in barocker Manier und auf Instrumenten dieser Zeit mit Werken von Bach, Händel, Telemann und Haydn vor. Das Abschlusskonzert, das unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz steht, wird von der Freien und Hansestadt Hamburg und der Gartow-Stiftung gefördert.

Fotos Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.deutsche-woche.ru

 

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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