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Die Bankbrücke, 4 Greifen und wie es kommt, dass immer die falschen Firmen die Aufträge bekommen ?

Von   /  26. Juni 2009  /  Keine Kommentare

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mr – Vor weniger als 3 Monaten wurde die berühmte Bank-Brücke gegenüber der ehem. „Assignaten-Bank“ und heutigen Finanz-Ökonomischen Universität „FINEC“  am Gribojedowkanal neu renoviert. Die Brücke, speziell die Greifen welche die Trageketten halten sind bereits wieder renovierungsbedürftig.

Wie kann so etwas zustande kommen ?  Nun – da wir das nicht wirklich genau wissen wie das bei der Bankbrücke passiert ist, suchen wir die Antwort in der Legende. Erklären wir es mit einem Märchen – die sind immer „gut“ um aus der Welt der Sagen der Welt der Korruption den Spiegel vorzuhalten. Also her mit der Greifenfabel…

Das Märchen geht in etwa so….

Es ware einmal ein armer aber netter Beamter der alle seine Auftragnehmer sehr gern hatte und keinen kränken wollte.
Für jede seiner öffentlichen Auschreibung gab es immer nur eine begrenzte Anzahl von Firmen,  welche den Auftrag auf Staatskosten ausführen möchten,  oder,  überhaupt von Ihm benachrichtigt wurden.
Da der angestrengte  Beamte mit seiner Komission jedoch eine Entscheidung fallen muss, und nicht weiss welche Firma wirklich „gut“ oder „schlecht“ ist, aber alle so nett sind,  frägt er jeden der Chefs der Firmen danach,  wie gut sie arbeiten.  Er bitte um einen „Qualitätsnachweis“.


Der eine Chef sagt sich,  „20% ist gut“ und überweist 20% seines Angebots auf ein Konto in das steuersichere Ausland. Ein Konto auf das nur der Beamte Zugriff hat, und auch nur dann, wenn er gerade wieder in den Bergen im Ausland Urlaub macht. Die harte Arbeit im Auftrag des Volkes muss mann eben auch mal durch Erholung kompensieren.

Ein weiterer potentieller Auftragnehmer denkt sich – „ach 20% sind etwas wenig ich mach den Preis teurere und überweise dem armen Beamten auch gleich noch 22% „. Der Dritte denkt sich „Ich gebe 25% vom Auftragswert – und spare etwas an der Farbe“. So machen das dann auch alle anderen Mitstreiter – den Qualität hat ihren Preis. Sogar ohne die Gewähr, dass der Auftrag komment wird das Geld gesendet. Die Entscheidung der Komission ist nämlich unabhängig und neutral.

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Der Beamte prüft die Qualität seiner potentiellen Auftragnehmer und denkt sich „ach – die Firma mit 20% ist günstig aber die mit 25% hat doch den besten Leumund„. Er telefoniert mit den Spendern der 20% bis 22% ,  und versichert ihnen einen Auftrag in näherer Zukunft (natürlich erst nach erneuter Prüfung der Qualität, den ohne Qualitätsnachweis kein Auftrag) und vergibt dem  Auftragnehmer der mit 25% seine Qualität und enormen Sachverstand bewiesen hat die Arbeit.

Qualität hat Ihren Preise

Dumm nur, wenn dann schon nach wenigen Tagen die Farbe abblättert. Aber – ja das kommt vor – das ist vermutlich höhere Gewalt und das öffentliche Budget das bereits einen vielfach überhöhten Preis für die Arbeit finanziert hat, muss nochmal nachlegen.

Alle potentiellen Auftragnehmer zahlen nochmal, und wieder erhält der Beste den Zuschlag und muss den Job diesmal richtig machen.

Mal sehen ob die Farbe dann hält. Den von den mehrfachen  „20-30%“ die pro Auftrag unabhängig als Qualitätsnachweis geleistet  wurden,  muss der arme Beamte  natürlich in alle Richtungen, nach oben, links und rechts, etwas abgeben – Sein Posten ist sonst schnell vakant –  So bekommt sein „Apparat“ oft ein mehrfaches des korrekten Preises unter dem Tisch aufs Konto durchgeschoben und doch bezahlt am Ende alles der Steuerzahler.

Und wenn sie also zwischzeitlich nicht gestorben wurden, dann prüfen Sie noch Heute ….

Soweit das Mächrchen vom armen tapferen Beamten

Gottseidank ist das nur ein Märchen sonst müsste man sich ja ernsthaft Gedanken machen wo man denn lebt.

Photos: Swissart.ru „GRIFFONA MACCIATO 1 & 2“

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