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Deutsches Filmfestival St. Petersburg 2012

Von   /  13. Dezember 2012  /  Keine Kommentare

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 pd.- Vom 13. bis 16. Dezember findet im Kino „Avrora” zum neunten Mal das „Festival des deutschen Films“ statt, auf dem jährlich die besten Filme aus deutscher Produktion zu sehen sind, die bisher in Russland nicht gezeigt wurden. Das Festival wird mit der Tragikomödie „Dreiviertelmond“ eröffnet, der lustigen und rührenden Geschichte eines betagten, mürrischen Taxifahrers, der plötzlich für ein sechsjähriges türkisches Mädchen verantwortlich ist. Regisseur Christian Zübert und Hauptdarsteller Elmar Wepper kommen zur Vorführung nach St. Petersburg.

Vom Zerfall und der Wiedervereinigung von Familien erzählen zwei Filme: „Gnade“ von Matthias Glasner ist ein Drama über ein Paar in der Beziehungskrise, aus der es nur durch das perfekte Verbrechen und die Anerkennung der eigenen Schuld herausfindet (Hauptrolle Jürgen Vogel). Der Film „Was bleibt“ zeigt das Wochenende einer deutschen Durchschnittsfamilie auf dem Land. Statt sich zu erholen, beginnen die Familienmitglieder, ihre Beziehungen zueinander zu hinterfragen und unangenehme Tatsachen aufzudecken (Hauptrolle Corinna Harfouch). In Andreas Dresens Drama „Halt auf freier Strecke“ erfährt der Protagonist, dass er an einem inoperablen Hirntumor erkrankt ist. Seine Angehörigen bereiten sich auf das Schlimmste vor. Doch trotz dieses tragischen Hintergrunds nähern sich Film und Regisseur dem Leben an, anstatt sich von ihm wegzubewegen.

Zwei Filme handeln von der Zeit als das Land in Ost und West geteilt war. „Westwind“ von Robert Thalheim ist ein romantisches Jugenddrama, in dem sich ein Mädchen aus der DDR in einen Jungen aus der BRD verliebt und plant, mit ihm in den Westen zu fliehen. An die Petersburger Premiere kommen die Produzentin Susann Schimk mit ihrer Schwester Dorin, sowie die Hauptdarstellerin Luise Heyer. „This Ain’t California“ von Marten Persiel ist ein Dokumentarfilm über drei Freunde aus einer Kleinstadt in der DDR, die in den 70er Jahren das Skateboardfahren entdecken und sich ihre Boards aus allen möglichen Gegenständen bauen.

„Am Himmel der Tag“ heisst der Film der Regisseurin und Fotografin Pola Beck über eine Studentin, deren Leben durch eine Schwangerschaft auf den Kopf gestellt wird. Den Film präsentieren die Regisseurin Pola Beck und der isländische Schauspieler Tomas Lemarquis. „Der Brand“ ist ein eindringliches Psycho-Drama über eine Frau, die Opfer einer brutalen Vergewaltigung wird und sich an ihrem Peiniger rächt. Zu Gast in St. Petersburg wird die Regisseurin Brigitte Bertele sein.

Eine lange Tradition haben auf dem Festival „Next Generation“, ein Programm mit Werken deutscher Nachwuchsfilmer, sowie ein Kinderfilm, in diesem Jahr „Sams im Glück“. Der Abschlussfilm des Festivals von David Wnendt heisst „Kriegerin“ und setzt sich mit dem Neonationalismus auseinander. Die Protagonistin ist Mitglied einer Neonazi- Gruppe, beginnt jedoch im Verlauf des Films ihre Überzeugungen zu überdenken.

Bild: PD

13. bis 16. Dezember Kino Avrora Nevskij Prospekt 60, Tel. 942-80-20. Eintritt 100-250 Rubel. Alle Filme werden auf Deutsch mit russischen Untertiteln gezeigt. www.avrora.spb.ru

Ausführliches Festivalprogramm:

13. Dezember 18:30 Festivaleröffnung, Dreiviertelmond (6+). Regie: Christian Zübert, 95min. Gäste: Hautpdarsteller Elmar Wepper und Regisseur Christian Zübert. 21.00 Gnade (16+), Regie: Matthias Glasner, 132min.

14. Dezember 17.00 Westwind (6+), Regie: Robert Thalheim, 90min. Gast: Produzentin Susann Schimk und Hauptdarstellerin Luise Heyer. 19.00 Halt auf freier Strecke (12+), Regie: Andreas Dresen, 110min.

15. Dezember 15.00 This Ain’t California (16+), Regie: Marten Persiel, 90min. Gäste: Produzent Michael Schöbel und DDR-Skater Marco Sladek. 19 Uhr: Der Brand (16+), Regie: Brigitte Bertele, 90min. Gast: Regisseurin Brigitte Bertele. 21 Uhr: Next Generation 2012: Kurzfilmprogramm (16+).

16. Dezember 13.00 Sams im Glück (0+), Regie: Peter Gersina, 103min. 17.00 Am Himmel der Tag (16+), Regie: Pola Beck, 90min. Gäste: Regisseurin Pola Beck und Schauspieler Tomas Lemarquis. 19.00 Abschlussfilm: Die Kriegerin (16+), Regie: David Wnendt, 103min. 21:30 Uhr: Was bleibt (12+), Regie: Hans-Christian Schmid, 88min.

Diese Information stammt aus dem Kulturkalender “Nemezkaja Afischa”, der vom Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg herausgegeben wird und den Sie hier beziehen können. >>>

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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