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Deutsche Welle hat Sendungen in St. Petersburg und Moskau eingestellt

Von   /  3. Januar 2011  /  4 Kommentare

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mm -Wie der Rundfunk Berlin Brandenburg mitteilt, hat die Deutsche Welle (DW) Radio die Mittelwellensender seit 1. Januar in Moskau und St.Petersburg abgestellt.
Wer sich dieser Tag gewundert hat, warum er im Radio nur noch die Kollegen aus Frankreich und der BBC reinbekommt, dem sei versichert, das es diesmal nicht die Russischen Politik den Stecker gezogen hat. Wurden im Dezember 2005 noch die Lizenzen von der Russische Seite erst nach laengerem Verhandeln erneuert, so hat 2011 die Deutsche Welle einen großen Teil der Ausstrahlungen freiwillg eingestellt.

Das betrifft dem Bericht in dem Medianmagazin des RRB zufolge die deutschen und Russischen Sendungen auf der reichweitenstarken (Sendeleistung 500 kW) Frequenz 999 kHz aus Pridnestrowje, zum anderen aber auch die jeweils 10 kW starken Mittelwellen-Stadtsender in Moskau und St. Petersburg, 1188 kHz.

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4 Kommentare

  1. mm sagt:

    Antwort von DW zu THEMA Einstellung der MW Radioprogramme in Russland (per EMAIL).
    —————

    ….
    Die Einstellung der Ausstrahlung unserer Programme auf der Mittelwelle in Moskau und St. Petersburg hat hauptsächlich finanzielle Gründe (im DW-Haushalt werden in diesem und im kommenden Jahr erhebliche Streichungen vorgenommen). Angesichts der Tatsache, dass die KW und MW von den Zuhörern kaum noch genutzt wird (das ergeben auch die Untersuchungen unserer Markt- und Medienforschung), stehen die erheblichen Kosten für die Ausstrahlung per MW (und auch per KW) in keinem Verhältnis zum Nutzen. Daher beschloß die Leitung unseres Hauses, Einsparungen im Sektor der konventionellen terrestrischen Ausstrahlung vorzunehmen, um dergestalt etwaige Reduzierungen im redaktionellen Bereich zu vermeiden.

    Die Bewahrung des Umfangs und der Vielfalt des redaktionellen Angebots (damit ist nicht nur unser Radioprogramm gemeint, sondern generell unsere multimedialen Angebote, die in den letzten Monaten gerade im russischen Bereich enorm ausgebaut wurden) steht auch deshalb im Vordergrund, weil unser Angebot im verstärkten Maße über das Internet genutzt wird. So können u.a. alle unsere russischen Radiosendungen im Internet als Audiodateien nachgehört werden unter:

    http://www.dw-world.de/dw/0,2142,4356,00.html

    Podcasts können angehört bzw. kostenlos abonniert werden unter:

    http://www.dw-world.de/dw/0,2142,9580,00.html

    Hier bieten wir mittlerweile auch russische Videos an (Video des Tages etc.):
    http://vdt.dw-world.de/index.php?v=ru&w=985&l=&o=0&p=1&i=0&start=0&end=0&o=0&f=FlashHigh

    Ferner können die Nutzer unser russisches Radioprogramm auch als Livestream verfolgen:
    http://www.dw-world.de/popups/popup_livestream/0,,95262_type_liveaudio_struct_298,00.html

    All diese Angebote sind auch übersichtlich zu finden auf unserer russischen Startseite:
    http://www.dw-world.de/russian/
    (s. u.a. die Rubriken: Слушать DW-РАДИО , Спецпроект, Стоит посмотреть! )

    Hoffentlich sind diese Informationen für Sie von Nutzen. Auch hoffen wir, dass dergestalt der Verlust der Mittelwelle als einer der Distributionswege unseres Programmangebots weniger schmerzhaft ist.

    Weitere Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und neuen Schwerpunkte bei der DW gewähren Ihnen z.T. bei beigefügten letzten Ausgaben unserer „Weltzeit“ und „Ortszeit“, wie auch die jüngste Pressemitteilung unseres Intendanten (s. gesonderte Mails)

    Mit allen guten Wünschen und mit den besten Grüßen aus Bonn


    Christof Hyla
    Deutsche Welle
    Distribution CIS

    —————-

  2. Klaus schaller sagt:

    Ich verbringe ca. die Haelfte des Jahres in Moskau. Ich bin hier geschaeftlich taetig.
    Habe seit mehreren Tagen ergebnislos versucht, die Deutsche Welle auf Mittelwelle zu empfangen, leider ergebnislos.
    Habe jetzt im Internet die Antwort gefunden und bin schockiert. Fuer mich persoenlich war die Deutsche Welle jeden Morgen zum Aufstehen, aber auch im Auto meine Informationsquelle, aber auch ein Stueck Deutschland hier in Moskau.
    Im Moment empfinde ich nur eine unsagbar grosse Enttaeuschung und Traurigkeit.
    Ist das fuer immer oder gibt es Hoffnung, dass das Programm wieder aufgenommen wird?

    KLaus Schaller

  3. mm sagt:

    Hallo Herr Heidenheim –
    Meine Anfrage an den Sender wurde (noch) nicht beantwortet.
    Was bleibt sind Vermutungen.

    Ich denke da ist eine Mischung von „Mittelwelle wird ja sowieso nicht mehr gehoert“ und „die Russen haben die Preise fuer die Lizenzen und Sendegebühren schon wieder erhoeht“ oder gepaart mit Sparzwang im Spiel. Mich wundert das nicht. Denn wie in jedem gutem Amt wird ja nicht dem Zweck sondern dem Ansehen nach gearbeitet, und wir haben hier halt keine „masse“ bzw. Lobby.

    Die Frequenz war schon eine Weile doppelt belegt und im 4h Abstand von den Franzsosen mitgenutzt. Es riecht jedenfalls stark nach klammheimlicher Aufgabe des eigenen Auftrags, ein Sender der sowas macht muss jedenfalls schon arg gebeutelt sein. Auch war zuletzt Weissrussland mehr im Programm als der grosse Bruder.

    Auch ich denke das die DW das nicht machen sollte. Fuer was unterhalten die ein „Russisches Programm“ wenn es nicht mehr gehoert werden kann ? Internet ? auf dem flachen Land ? im Auto ? DW Fernsehen ? – Selbst seit den letzten Transponderwesel gibts DW TV nur noch auf HOTBIRD, d.h. alle anderen Deutschen Programme kommen via ASTRA rein nur DW TV nicht.
    2 Schuesseln nur w.g. Die DW-TV ?

    Die sollen sich ein Beispiel an der BBC nehmen. Trotz schlechter Beziehungen zwischen den Regierungen, geradezu einer politischer Eiszeit, senden die in St. Petersburg munter weiter.
    Falls wir noch etwas herausfinden gibt es jedenfalls ein Nachtrag zum Artikel.

  4. Till Heidenheim sagt:

    Hat die Deutsche Welle einen Grund genannt für diesen für mich als Deutschen – mit russscher Verwandtschaft in Piter – völlig unverständlichen Beschluß ?
    Ich werde bei der DW geharnischt protestieren. Das ist für mich eine Maßnahme, die total kontraproduktiv und nicht im Sinne der deutsch-russischen Völkerfreundschaft ist. Nichts ist wichtiger als unsere enge Verständigung !

    Till Heidenheim, D-23568 Lübeck

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