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Deutsch-russischer Handel erlebt wieder Aufschwung – „Zeit“

Von   /  10. Mai 2017  /  Keine Kommentare

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spn.- Der Warenverkehr Russlands und Deutschlands ist laut der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) allein in den ersten zwei Monaten des Jahres 2017 um 43 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum gestiegen.  Wie „Die Zeit“ in ihrer Onlineausgabe schrieb, erholt sich die russische Wirtschaft trotz der westlichen Sanktionen wieder. Der Zeitung zufolge bewerten außerdem die deutschen Unternehmen die Aussichten der Handelskooperation mit Russland positiv ein.

Zudem würden die meisten deutschen Unternehmer, die in Russland tätig sind, mit deutlich steigenden Umsätzen rechnen.  Der AHK-Vorstandschef Matthias Schepp betonte: „Die aktuellen Handelszahlen decken sich auch mit dem Eindruck der deutschen Wirtschaft vor Ort, dass es wieder aufwärts geht.“ Ihre positive Stimmung soll vor allem mit einer allmählichen „Gesundung“ der russischen Wirtschaft zusammenhängen.  Indes verweisen viele Geschäftsleute auf eine negative Auswirkung der von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen.  „Deutsche Unternehmen befürchten, dass sie aufgrund der Sanktionen dauerhaft Marktanteile an die Konkurrenz verlieren könnten – beispielsweise an Firmen aus China“, schreibt das Blatt ferner.

Seit 2012 hatte sich der Handel zwischen Russland und Deutschland von 38 Milliarden Euro auf 21,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 verringert. In diesem Zeitraum mussten mehr als 500 deutsche Firmen ihre Geschäfte in Russland einstellen. Die sich in letzter Zeit abgezeichnete positive Dynamik lasse aber die Hoffnung aufkommen, dass der Handel zwischen den beiden Ländern bald das bisherige Niveau erreiche, so das Blatt.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen des Krim-Anschlusses an Russland im März 2014 sowie aufgrund des Konfliktes im Osten der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 verhängten die USA, die EU und andere Länder Sanktionen gegen einzelne russische Amtspersonen und Unternehmen, die später erweitert wurden und nun ganze Sektoren der russischen Wirtschaft betreffen. Moskau reagierte darauf mit Einschränkungen für Lebensmittelimporte aus den betreffenden Ländern.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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