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Der “Perlen-Fähnrich” macht wieder von sich reden

Von   /  14. Mai 2013  /  Keine Kommentare

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mm. –  Der als “Perlen-Fähnrich” bekannt gewordene Ex-Bereitschaftspolizist Wadim Boiko wurde wegen unerlaubten Schusswaffengebrauchs in einem Restaurant zu weiteren 30 Tagen verurteilt.  Am 10. Mai hat er in einem Restaurant den „Rambo“ gegeben, als den ihn die Öffentlichkeit wahrnimmt.


Offensichtlich hatte er bereits am 9. Mai in dem bei Polizisten beliebten Kaffee gegenüber der  Dienststelle des Innenministeriums an der Tschaikowski-Strasse 47 ordentlich den Siegestag gefeiert. Am nächsten Tag bemerkte er den Verlusst  seiner Armbanduhr und verdächtigte umgehend das Personal der Kneipe, ihn bestohlen zu haben. Als der Administrator nicht weiterhelfen konnte drohte er  dem Film “Terminator” immitierend.

„Ich komme zurück“. 

Nach einer Stunde kam er mit einer Kaliber .22 Jagdflinte TOZ-16 und – Ordnung muss sein – dem dazugehörenden Waffenschein in der Tasche zum Restaurant. Wie die Überwachungskamera zeigt, lud er vor dem Eingang durch  und stürmte in die Kneipe. Der erstbeste Mitarbeiter wurde von ihm mit vorgehaltener Waffe bedroht. Diesem gelang es jedoch, den Lauf nach oben zu drücken, und es löste sich ein Schuss, der  jedoch lediglich den Stuck in der Decke beschädigte. Die Inzwischen eingetroffenen Polzeibeamten nahmen den Ex-Kollegen umgehend fest. Da Boiko sich vor Gericht schuldig bekannte, wurde er lediglich zu 30 Tagen verurteilt. Ob die erneute Straftat seine Bewährung aufhebt ist noch nicht bekannt.

Als gewalttätiger Polizist entlassen

Wie alle Petersburger Medien hat auch der „Herold“ schon mehrfach über den Ex-Polizist berichtet. Wadim Boyko wurde wegen seiner Brutalität während einer „31er-Demo“ für Versammlungsfreiheit im Juni 2010 aus der Bereitschaftspolizeitruppe “OMON” geworfen und in einem Verfahren zu 3,5 Jahren auf Bewährung verurteilt. Boiko erhielt den Spitznamen „Perlen-Fähnrich“, weil er in einem Demo-Video wegen seines Armbands identifiziert werden konnte.  Zur Verurteilung führte seinerzeit vor allem der öffentliche Druck, der sich in Internet-Blogs und Videoportalen formierte. Später wurder er Opfer eines Rache-Akts auf offener Strasse.

Foto: Fontaka.ru

Selbstjustiz: prügelnder Polizist wird von Unbekanntem zusammengeschlagen

Video von der Protestaktion zum §31 der Russischen Verfassung

“31er”-Demo für Versammlungsfreiheit mit gemischten Vorzeichen

 

 

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