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Der Damm ist fertig – nach drei Jahrzehnten wurde die Finnische Bucht überbrückt

Von   /  12. August 2011  /  1 Kommentar

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Von Eugen von Arb

Das letzte Teilstück der Verbindung zwischen Lisy Nos am Nordufer, Kronstadt auf der Insel Kotlin und Lomonossow am Südufer des Finnischen Meerbusens wurde in Anwesenheit von Premierminister Putin eröffnet. Der rund zwei Kilometer lange Tunnel, der den Verkehr sechsspurig in einer Tiefe von 24 Metern unter der Wasseroberfläche führt, schliesst den Kreis, der mit der Ringautobahn (KAD) und dem Damm gezogen wurde.


Zwei gigantische Projekte, die während der vergangenen dreissig Jahre in Angriff genommen worden waren, sind damit vollendet. Insbesondere der Damm war lange Zeit ein Sorgenkind der Petersburger Regierung. 1984 begonnen, geriet das Unternehmen Ende der Achtzigerjahre ins Stocken, weil in den turbulenten Perestroika-Jahren das Geld fehlte und gleichzeitig Umweltschützer dagegen Sturm liefen. Nach der ersten Bauetappe hatte sich die Wasserqualität im abgetrennten Teil der Bucht massiv verschlechtert.

Damm-Projekt während Neunzigerjahre eingefroren

Während der Neunzigerjahre wurde das Bauprojekt eingefroren und erst während nach der Jahrhundertwende wieder aufgenommen und zuletzt energisch vorangetrieben, nachdem die Projektleitung ausgewechselt worden war.

Neben einer deutlichen Verkehrsentlastung der Stadt erfüllt der Damm einen weiteren wichtigen Zweck – er soll Petersburg vor Hochwassern schützen. Dank einem Frühwarnsystem können die Fluttore des Damms bereits Stunden vor dem Anrollen der ersten Hochwasserwelle geschlossen werden.

Verkehr von und nach Finnland rollt über Damm

Nach zehn Jahren ist auch die Ringautobahn abgeschlossen, die nun nicht nur viele Stadtteile leichter erreichbar macht, sondern auch einen wesentlichen Teil des bisherigen Transitverkehrs abführen soll. Insbesondere der Verkehr aus Zentralrussland und aus dem Hafen südlich der Stadt nach Finnland kann nun direkt über den Damm rollen.

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

www.fontanka.ru

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KAD – КАД

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. W. Willeke sagt:

    Endlich mal wieder eine gute Nachricht aus Russland. Wenn man sich jetzt noch um eine fehlerfreie Beschilderung kümmern könnte, dann kann ich die Strecke auch nutzen.

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