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Der Apraksin-Markt ist geschlossen – eine Ära ist zu Ende

Von   /  22. Januar 2009  /  3 Kommentare

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eva.- Der Apraksin-Markt an der Sadowaja-Strasse wurde offiziell aufgelöst. Direkt gegenüber des schicken Gostiny-Dwor-Kaufhauses gelegen, war der Markt für viele Russen eine beliebte weil billige Einkaufsmöglichkeit für Kleider, Schuhe, Textilien sowie Krimskrams aller Art.

Insbesondere in den wirtschaftlich schwierigen Jahren kaufte die Bevölkerung hier ihre „Markenartikel“ zu Tiefstpreisen. Nicht nur wegen der blühenden Marken-Piraterie, sondern auch wegen der Taschendiebe und Betrüger, die sich hier tummelten galt, der versteckte Markt als Schandfleck, der von Touristen gemieden wurde.

An den Stadtrand verbannt

Mit diesem Schritt, der nicht ohne Protest der Kleinhändler über die Bühne ging, will die Stadt den Markt vom Zentrum weg verlegen – ganz in den Norden der Stadt. Trotz der niedrigen Mieten und modern ausgestatteten Pavillons will aber niemand dorthin umziehen, weil der Ort den meisten unbekannt und zudem schlecht erreichbar ist. Die Gebäude um den einstigen Apraksin-„Volksmarkt“ mit ihren Laubengängen sollen hingegen saniert, der Hof selbst völlig umgestaltet werden.

Nur eine „Säuberungsmassnahmen“ von vielen

Diese „Säuberungsmassnahme“ ist nur eine von vielen der Regierung Matwijenko, die in den vergangenen Jahren an vielen Orten der Stadt und in der Metro Verkaufsbuden und Kioske schliessen liess. Vielerorts wird die Szene nun von grossen Einkaufszentren beherrscht, der Kleinhandel hingegen hat Mühe, geeignete Lokale an günstigen Stellen zu finden. Trotz Eingaben und Protesten an die Stadtregierung hat sich seine Situation nicht wesentlich verbessert.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. piter sagt:

    Schade das wieder eine Touristenaktraktion weg ist, ich bin dort immer gerne hingegangen, es war sehr interassant. Wenn man sich die exklusiv Läden in der Gegend ansieht (Sie sind Tot), von was leben die, man sieht nur selten Kundschaft und wenn doch schauen die nur. Auch nevski hat sich sehr verändert(Leider zum Nachteil), er ist zwar wunder schön renoviert aber die Läden weichen immer mehr Nobel Läden. Es ist immer mehr kommerz.

  2. eva sagt:

    Richtig – danke für die Korrektur!

  3. realsatire sagt:

    Heist der Markt nicht „Apraksin Dvor“ ?

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