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Demonstrationen in Petersburg und anderen russischen Städten für Umwelt und gegen Antikrisenmaßnahmen

Von   /  29. März 2010  /  Keine Kommentare

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russland.ru.- Mehrere hundert Umweltschützer haben in Russland gegen die Verschmutzung des Baikalsees demonstriert. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, folgten am Samstag in St. Petersburg knapp 200 Menschen dem Aufruf von Greenpeace und anderen Umweltschutzorganisationen, gegen die Wiedereröffnung einer Zellulosefabrik am Ufer des Baikalsees zu protestieren.


Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hatte im Januar eine entsprechende Anordnung unterzeichnet. Nach Angaben der Umweltschützer bedeutet dies, dass die Papierfabrik wieder Abwässer in den Baikalsee leiten und Abfälle am Ufer des Gewässers verbrennen werde.

Die Umweltschützer organisierten eine Toilettenpapier-Sammlung, um dieses bei Putin abzuladen. „Wenn die Regierung unbedingt Papier braucht und dafür den Baikalsee zerstören will, werden wir ihr Papier geben“, erklärte Dmitri Artamonow von Greenpeace. Auch im ostsibirischen Ulan-Ude protestierten nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen etwa hundert Menschen gegen die Papierfabrik.

Demo gegen Schliessung von Papierfabrik

In Baikalsk am Südwestufer des Sees demonstrierten demnach hingegen knapp 700 Menschen für die Wiedereröffnung der Fabrik, die vor ihrer Schließung im Oktober 2008 etwa 1600 Menschen Arbeit geboten hatte. Der Baikalsee in Südsibirien ist der tiefste See der Erde. Das Gewässer mit einer Fläche von 31.500 Quadratkilometern gehört zum Weltkulturerbe.

Eine Protestaktion der Kommunistischen Partei gegen die russische Regierung hat am Samstag im Zentrum von Moskau stattgefunden. Wie der Sprecher der hauptstädtischen Innenbehörde Anatoli Lastowezki ITAR-TASS sagte, haben 1200 Menschen an der Aktion teilgenommen.

„Ohne nennenswerte Vorkommnisse“

Die Teilnehmer der von den Behörden genehmigten Kundgebung haben ihre Unzufriedenheit über die von der Regierung eingeleiteten Antikrisen-Maßnahmen geäußert. „Die Kundgebung verlief ruhig und endete ohne nennenswerte Vorkommnisse“, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben haben etwa 250 Moskauer Polizisten für Ordnung gesorgt.

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

www.russland.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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