Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Das traditionelle und zeitgenössische Afrika im Skulpturenmuseum

Von   /  11. Juli 2012  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Unter dem Titel „Raritäten. Aus der Geschichte der zeitgenössischen Kunst“ präsentiert das Städtische Skulpturenmuseum die Sammlung Kopytzewa. Kunsthandwerk und Kultgegenstände aus allen Teilen Afrikas zeigen die faszinierende Vielfalt der Kultur auf dem schwarzen Kontinent.


Schon zu beginn des 20. Jahrhunderts begannen die europäischen Künstler die bis dahin als „primitive“ Kunst der afrikanischen Völker entdeckten und sich durch sie inspirieren zu lassen. Dank Künstlern wie Pablo Picasso erlangte die schwarze Volkskunst Popularität in der weissen Welt, und man begann sie zu schätzen und zu sammeln.

Auch in Russland verliebten sich Sammler in die afrikanische Kultur und bauten sich grosse Kollektionen auf. Der Petersburger Weltreisende und Sammler Igor Kopytzew (1966-2009) hatte sich dem schwarzen Kontinent verschrieben und engagiert sich sein ganzes Leben lang für die Beziehungen zwischen Russland und Afrika.

Igor Kopytzew – ein Leben für Afrika

Er sammelte rund 2000 Objekte aus verschiedenen Ländern Afrikas – zeitgenössische und traditionelle Kunst, Malerei, Skulpturen und Textilien. In seinem nicht publizierten Roman „Kontinent“ schrieb er über sein geliebtes Land. Teile seiner Sammlung vermachte er der Kunstkamera, der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Museum für Religionsgeschichte. Im jungen Alter von 43 Jahren kam er während einer Expedition in Sierra Leone ums Leben.

Die Petersburger Afrikanistin Anna Siim hat Kopytzew auf einigen seiner Reisen begleitet und war ihm als Expertin bei der Auswahl der Objekte behilflich. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Igor Iwanow hat sie für das Skulpturenmuseum eine exklusive Ausstellung zusammengestellt, die am kommenden Freitag eröffnet wird und bis am 2. September zu sehen sein wird. Das Museum knüpft damit an seine junge Tradition mit afrikanischer Kunst an, die 2010 mit der Sammlung Klimmt unter dem Titel „Habari Afrika!“ begonnen worden war. (eva)

Die Ausstellung wird am 13. Juli um 16 Uhr eröffnet und dauert bis am 2. September 2012. Ausstellungssaal des städtischen Skulpturenmuseums, Newski Prospekt 179/2. Eintritt 50-100 Rubel. Тel. 314-12-14. www.gmgs.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Habari Afrika! Habari Bundeskanzler! Habari Deutsche Woche!

Frankophonie-Tage: Ausstellung über russischen Afrikanisten Wladimir Arsjenew

Afro-Petersbürgerin Justine Da Costa: “Eigentlich bin ich eine richtige russische Tante”

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

WM2018: Kalte Dusche kühlt das Fussball-Fieber ab

mehr…