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Das Observatorium in Pulkowo verspricht für 2012 ein Jahr der Sonnenstürme

Von   /  17. Januar 2012  /  Keine Kommentare

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mm – Nicht das Ende der Welt, aber ein stürmisches Sonnenjahr verspricht das Astronomische Observatorium in Pulkowo für das Jahr 2012. Im Gegensatz zu den Katastrophen-Szenarien Hollywoods beschäftigen sich die Wissenschaftler dort seriös mit der Beobachtung der Sonne. Seit der Gründung durch den gebürtigen Hamburger Friedrich Georg Wilhelm Struve im Jahr 1839 ist Pulkowo das Hauptobservatorium der Russischen Akademie der Wissenschaften und beobachtet seitdem die Sonne und Ihre Erruptionen.

Aufgrund der Erfahrung und modernster Astrophysik kann das Observertorium die zyklische Häufigkeit von geo-magnetischen Sonnenstürmen voraussagen. Für das laufende Jahr wächst demnach die Aktivität an. Das Katastrophenschutzministeriums hat dies zum Anlass genommen vor diesen Stürmen zu warnen. So rechnet das Ministerium mit bis zu 35 ernsten Magnetstürmen die unter Umständen Auswirkungen auf die Gesundheit und technische Geräte sowie die elektische Infrastuktur, z.B. Stromleitungen haben können.

Das Institut schätzt das drei bis acht der Sonnenstürme groß oder sehr gross werden. Die Wahrscheinlichkeit des Entstehens des Sturmes der höchsten Kategorie wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % prognostiziert. In einem Normalen Jahr treten im Durschnitt 11 Stürme und keiner der höchsten Katagorie auf.

Geringe Auswirkungen auf die Gesundheit

Das die magnetischen Stürme Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen haben, ist inzwischen empirisch bewiesen. Allerdings sind die Einflussgrössen im Vergleich zu anderen Faktoren sehr gering. Wer nahe an einer Überland-Stromleitung vorbeigeht hat ein stärkeres elektromagnetisches Feld auszuhalten als e von jedem Sonnensturm zuerwarten hat.

Der Pressesprecher des Pulkowski Observatoriums Sergej Smirnow liess verlauten,  dass die magnetischen Stürme die Gesundheit der Menschen dennoch beinflussen können. Die Ärzte sehen eine statistische Zuhname für Patienten mit Herz-Kreislauf-Gefässerkrankungen , Bluthochdruck, bei Infarkten, Hirnschlag, sowie Herzrythmusstörungen. Außerdem können die magnetischen Sturme Migräne, Kopfschmerzen, Schlaflossigkeit und eine allgemeine Erschöpfung bewirken. Je nach Gewichtung der Daten ragieren ca. 75% der Erdbewhoner auf die magnetischen Stürme in der Einen oder Anderen Weise.

Alexander Solowjew, leitender Sonnenphysiker im Observatorium merkt dazu an, daß der psychologische Faktor mehr Schaden bewirkt als die reine Physik. Die Magnetospähre schützt die Menschheit nach wie vor sehr zuverlässig vor den Sonnenwinden. „Einen jungen Mann beinflusst das Wetter mehr als ein Grossmütterchen, die bereits langsamer reagiert!“.
Auch gibt es die Beobachtung, dass 2-3 Tage nach einem Sonnensturm die Anzahl von Verkehrsunfällen erhöht ist. Ob und in welchen Zusammenhang diese mit der Sonne steht ist jedoch nicht bekannt. So kann natürllich auch ein Streit mit der Ehefrau oder ein schlechtes Schnitzel den Fahrer beinflussten. Die nahen Einflüsse sind daher immer sehr viel stärker zu bewerten als die geringen entfernten der Sonne.

Der Nächste Sturm kommt wann?

Wie bei normalen Wetter kann die vorausslichtliche Prognose nicht mehr als 2 Wochen im Voraus gestellt werden. So schätzen die Astronomen das um den 23 Januar und am 31 Januar einige Erdenbürger sich unter Umständen schlechter fühlen, schliessen aber echte Stürme bis ca. Mitte Februar aus.

Wer mehr erfahren möchte – im Oservatorium in Pulkowo gibt es Führungen und ein kleines wissentschaftlich-historisches Museum.

196140 Sankt-Petersburg
Pulkowskoje Chaussee 65/1
Tel.+7(812)363-7400
Fax:+7(812)388-2242
http://de.wikipedia.org/wiki/Pulkowo-Observatorium
WWW www.gao.spb.ru

 

Text: Markus Müller
Fotos: NASA, gemeinfreie Aufnahmen

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