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Das französische Box-Wunder von Sankt Petersburg

Von   /  16. November 2011  /  Keine Kommentare

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Als Guillaume Leroy-Beaulieu vor 5 Jahren einen nachbarlichen Antrittsbesuch machen wollte, konnte er nicht Ahnen, das dies der Beginn einer sportlichen Erfolgsgeschichte wird.

Der  Direktor des gerade eröffneten Raduga hatte er gerade einen der größten Einkaufs und Vergnügungstempel eröffnet und als guter Nachbar wollte er sich beim benachbarten SKK vorstellen. Der Leiter vom SKK, Edouard Kurtchinski, ist auch der Präsident des Russischen Verbands, für Savate – oder – “Französisches Boxen”, ein Kampfsport der lange gleichberechtigt mit dem Heute unter dem Begriff “Boxen” assoziierten englischen Stil konkurrierte. Im Gegensatz zu diesem dürfen beim Savate jedoch seit mehr als 200 Jahren auch die Füße mitbenutzt werden.

Der Besuch in Sankt Petersburg größter Mehrzweck Sport und Kultur Komplex hatte Folgen. Er selbst begann diesen exotischen Sport mit der langen europäischen Tradition auszuüben und zusammen mit dem ehemaligen Nachbarn und Nationaltrainer, Sergeij Bulanow,  hat er aus der Randsportart ein Sportfest für die Bürger etabliert.

Überraschend erfolgreiche Kooperation

Heute 5 Jahre danach ist “Savate” ein Begriff für die Sankt Petersburger und aus Ihrer Mitte sind 2 Sportler mit Gold von der Weltmeisterschaft in Genua zurückgekehrt.

Das zu Beginn gewagte Konzept “den Sport zu den Menschen zu bringen” und das inzwischen IV Internationalen Tournier  in einem vielbesuchten Einkaufszentrum zu veranstalten ist inzwischen ein Meilenstein im Internationalen Tournierkalender der Internationalen Savate Föderation. Durch das zahlreiche Fach- und Fanpublikum hat das Tournier die Stimmung der grossen Arena und auch die Ausländischen Gäste sind davon positiv angetan. Selbst bei Weltmeisterschaften haben Sie nicht so ein begeistertes Publikum.

Motivation für den Nachwuchs

Die einheimischen “Savateusen” und “Savateure” haben nicht nur eine gute Plattform für Ihren Sport , sondern finden durch das Tournier auch neue Fans. Im Russischen Sportalltag ist es Heute kaum mögliche für Schüler und Studenten kostenlose Angebote unter fachlicher Betreuung zu finden.

Für Cheftrainer Sergei Bulanov ist das Tournier daher auch eine ideale Nachwuchsförderung und beste Werbung für seinen Sport. Den bei Ihm können die Eltern ihre Spösslinge in die Hände eines begabten Pädagogen und “Weltmeister Trainers” geben.

Stephen Herman, der Technische Direktor kommt ursprünglich aus Tanzania sorgt für das richtige Arenafeeling und seine Kollegin Maria Monossova organisiert das Rahmenprogramm und koordiniert die unabdingbare Werbung für das Event, doch bei den Kämpfen fiebern sie wie alle genauso mit. Auch beim Raduga  haben inzwischen alle Beteiligten Routine bekommen. Das Licht stimmt, die Fernsehkammeras surren, die Presse fotografiert, die Internationalen Gäste sind begeistert, das Publikum hat Spass und mit jedem Tournier wird alles noch einen Tick verbessert.

Und am wichtigsten, alle freuen sich, denn die Sankt Petersburger Savateure haben Zulauf und Erfolg.

Text und Bilder: Markus Müller

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