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Dank Visafreiheit dreimal mehr Fährtouristen erwartet

Von   /  22. November 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Ausländische Touristen, die nach Russland für höchstens 72 Stunden mit einem Fährschiff kommen, brauchen jetzt keine Visa mehr. Die Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) hat am Freitag ein neues Gesetz – „Über das Ein- und Ausreiseverfahren“ – in der dritten Lesung angenommen. Bisher konnten dieses Recht nur Ausländer genießen, die mit Kreuzfahrtschiffen nach Russland kamen. Die Touristen von Fähren mussten dagegen ein Gruppenvisum für etwa je 25 Euro beantragen.

Die Zahl der See- und Flusshäfen, die für eine visafreie Einreise von Ausländern offen sind, wird allerdings durch einen Regierungsbeschluss begrenzt. Das neue Gesetz wurde von der Stadtverwaltung von Sankt Petersburg initiiert, die damit den Tourismus fördern will. Der Vizechef des Duma-Ausschusses für Verfassungsgesetze Sergej Smetanjuk teilte mit, dass sich der Touristenstrom nach Sankt Petersburg mit der Verabschiedung des neuen Gesetzes verdreifachen und drei Millionen Touristen im Jahr erreichen werde.

Ausbau der Grenzübergang nötig

Jährlich können bis zu 90 Fährschiffe nach Sankt Petersburg kommen. Zunächst werden jedoch wesentliche Finanzspritzen für den Ausbau der Grenzübergangsstellen erforderlich sein, die Ausgaben sollen sich aber rentieren. Besonders vorteilhaft ist die Neuerung für das Gebiet Kaliningrad und für Sankt Petersburg, wo vor kurzem ein neuer moderner Passagierhafen eröffnet wurde.

Dabei gebe es Gebiete in Russland, in denen die Einführung eines visafreien Regimes ungünstig und sogar schädlich wäre, sagte der Abgeordnete. Deshalb werde die Liste der Häfen, die für ausländische Touristen geöffnet sein sollen, von der Regierung festgelegt.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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