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Coca-Cola und Pepsi verlieren russische Trinker

Von   /  10. November 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Coca-Cola Company und Pepsico haben in Russland im dritten Quartal rund 10 Prozent weniger Getränke verkauft. Während die einen den kalten Sommer dafür verantwortlich machen, halten die anderen die hohen Preise wegen des Rubelkurses für den Hauptgrund.

Während Coca-Cola im ersten Halbjahr 2015 noch ein bis drei Prozent weniger seiner verschiedenen Produkte verkaufte, zu denen auch  Fanta, Sprite,Nestea oder Bonaqa zählen, hat sich der Rückgang im Dritten Jahresviertel auf zehn Prozent erhöht.

Praktisch gleich sehen laut Fontanka.ru die Verkaufszahlen im Sortiment aus Limonaden und Säften beim Hauptkonkurrenten PepsiCo aus. Diese Entwicklung geht mit der allgemeinen Senkung der Verkaufszahlen auf dem Süsswasser-Markt in Russland einher.

Hohe Preise für Top-Marken

Der aussergewöhnlich kühle Sommer war sicher ein Hauptgrund, doch auch die Verteuerung der Top-Marken spielen eine Rolle. So stiegen die Preise für die Produkte der beiden Getränkekonzerne im Verlauf des letzen Jahres durchschnittlich um 30 Prozent. Das ist mehr als happig im Vergleich zu der durchschnittlichen Preissteigerung von 12 Prozent bei den alkoholfreien Getränken.

Cola und Pepsi haben ihre Leaderrolle nicht verloren, doch das übrige Sortiment verzeichnet teilweise starke Verkaufsrückgänge. Auch die Verkaufspolitik spielt dabei eine Rolle. So stellte beispielsweise die Supermarktkette „Real“ die Zusammenarbeit mit Coca-Cola ein, weil diese den Verkauf ihres Top-Produkts nur bei Abnahme einer bestimmten Menge anderer Getränke erlaubte.

Chance für einheimische Marken

Dieser Trend bietet anderen einheimischen Firmen, die in den vergangenen Jahren durch die Weltkonzerne zunehmend aus dem Markt gedrängt worden waren, eine Chance. Das traditionelle Gär-Geträng „Kwas“, Mors (Früchtekompott) oder Sowjet-Limonaden wie „Tarchun“ oder „Baikal“ sind wieder vermehr in den Regalen zu finden.

Bei so deutlichen Preisunterschieden zu den westlichen Marken wirkt bei den russischen Kunden ein gewisser „Patriotismus“, meinen Vertreter der Branche. Hinzu kommt auch in Russland ein zunehmendes Bewusstsein für gesunde Ernährung, der die Leute von den Limonaden auf Wasser oder Säfte umsteigen lässt.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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