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„Bürgerplattform“ gründet Petersburger Sektion mit prominenten Personen aus Kultur und Politik

Von   /  6. März 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Maxim Reznik und zwei weitere „Jabloko“-Leute sind der neuen Partei des Oligarchen Michail Prochorow beigetreten. Die Partei „Bürgerplattform“ (GP) hattte kürzlich in St. Petersburg eine Filiale eröffnet.

Die Informationsveranstaltung wurde vom frisch gewählten Petersburger GP-Vorsitzenden Juri Rydnik geleitet. Der Bankier und Politiker war früher für kurze Zeit Abgeordneter im Petersburger Stadtparlamemt gewesen und leitete danach die hiesige Sektion der Oppositionspartei „Gerechte Sache“. Als jedoch 2011 deren Leiter Michail Prochorow hinausgedrängt wurde, trat er ebenfalls aus.

Rydnik informierte unter anderem über die jüngsten Parteieintritte – darunter sind einige bekannte Persönlichkeiten zu finden: der Schauspieler Oleg Basilischavwili, die Bürgerrechtlerin Julia Rybakowa, sowie die Schwester der 1998 ermordeten Bürgerrechtlerin Galina Starowoitowa – Galina Starowoitowa.

Mit weiteren Übertritten aus anderen Parteien wird gerechnet

Der jungen Bewegung haben sich auch die drei Stadtabgeordnete der liberalen „Jabloko“-Partei Maxim Reznik, Wjatscheslaw Notjagund Olga Galkina angeschlossen. Wie Rydnik sagte, würden noch weitere Abgeordnete GP beitreten, allerdings nannte er keine Namen. Erwartet werden Übertritte aus der Partei „Gerechtes Russland“, die Rydnik als „tote Partei“ bezeichnete.

„Die Persönlichkeit ist wichtiger als der Staat“ – diese Losung steht ganz vorne im Parteiprogramm. Dementsprechend will die Partei Dingen wie Persönlichkeitsbildung, Ausbildung und Kultur grosse Aufmerksamkeit schenken. Wesentlich beeinflusst wurde dieses Programm von der Schwester des Parteigründers Irina Prochorow. Sie war während der Prâsidentschaftswahlen im vergangenen Jahre als kluge und redegewandte Mitkämpferin ihres Bruders im ganzen Land bekannt geworden.

Parteiprogramm statt Protest

Laut Maxim Resnik wird sich die Bürgerplattform bei Protestkundgebungen der Opposition zurückhalten und sich stattdessen mit der Ausarbeitung eines klaren politischen Programms beschäftigen. Nächstes Ziel ist die Beteiligung an den Bezirkswahlen 2014 und an den Parlamentswahlen 2016. Resnik hält den Parteileader Michail Prochorow für den geeigneten Mann, um die Beziehungen zwischen Macht und Business zu harmonisieren.

Bild: Engagierter und erfahrener politischer Kämpfer: Maxim Resnik 2008 an einer Protestkundgebung in St. Petersburg. (Foto: Eugen von Arb/SPB-Herold)
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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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