Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Bündnis gegen Korruption

Von   /  2. April 2010  /  1 Kommentar

    Drucken       Email

mm – Die Deutsche Aussenhandelskammer in Moskau  wird am 21 April zusammen mit führenden Unternehmen und den Partnerorganisationen die „Compliance Initiative Russland“ gegen Korruption unterzeichnen.

Die von der AHK gemeinsam mit der AEB*, der AmCham* und dem IBLF* ins Leben gerufene „Corporate Ethics Initiative for Business in the Russian Federation“ ist gut unter den AHK Mitgliedern angelaufen.  Die von der  „Partnerschaft gegen Korruption“ Initative  des  WEF  und von Transperancy International entworfenen Verhaltensregeln für Firmen sollen damit  auch in Russland umgesetzt werden.

Wie Alexander Markus, Vize der  AHK in Moskau, berichtet haben sich bereits eine erfreuliche Anzahl AHK-Mitgliedsfirmen bereit erklärt, an der Initiative teilzunehmen.

Politische Aufmerksamkeit ist garantiert

Das Thema wird in der Politik stärker wahrgenommen und bewirkt einen Wertewandel.  War bis in die frühen 80er Bestechung im Ausland ein steuerlich abzugsfähiger Posten in der Bilanz deutscher Unternehmen, so streng sind Heute die Sanktionen bei korrupter Geschäftsbeschleunigung. Wie gestern verlautet hat DAIMLER sich mit 185 Millionen Dollar Strafe in den USA vor Bestrafung wegen Korruption frei-gekauft.  Das Offizielle Russland ergreift Initiativen gegen Bestechung, ist jedoch, wie der tiefe Fall eines Moskauer Vizegouverneurs aufzeigt, selbst bis in die höchsten Etagen infiziert.

Gute Vorsätze aber können die auch in real-exsitierenden Russland  umgesetzt werden ?

Strassen zum Firmenstandort die alljährlich auf unbestimmte Zeit zur nachwinterlichen Reparatur solange gesperrt werden bis jemand auf den Gedanken kommt Wegegeld zu zahlen. Genehmigungen aller Art – auch wer mit den besten Vorsätzen nach Russland kommt wird ununterbrochen mit der Frage „Zahlen oder ggf. ewig warten“ konfrontiert.

Wer sich nicht durch Korruption angreifbar machen möchte hat beim Betrieb seines Unternehmens Leidensfähigkeit und gute Anwälte nötig, wählt auf jeden Fall den steinigeren Weg.

Je mehr Firmen sich daher entschliessen bei der Initavie  mitmachen oder aus Prinzip auf Bestechung zu verzichte, desto eher besteht die Chance das ausländische Unternehmen den Korruptionskreislauf zumindest in Ihrem Umfeld unterbrechen können.  Experten bezweifeln das dies bei allen  Branchen möglich ist.  Dazu sind die Einnahme Strukturen in der Korruption  zu stark im Öffentlichen und wirtschaftlichen Leben usus.
Es wird daher schwer der Korruption „Doswidanje“ zu sagen ohne dabei wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen.

Der Wortlaut der Initative für Ethik im Firmenumfeld kann hier heruntergeladen werden

AEB  = Association European Business in Russia
IBLF =  International Business Leader Forum
amCham = American Chamber of Business

Weitere Artikel zum Thema

Petersburger Staatsanwaltschaft interessiert sich für Ikea-Bestechungsskandal

Zahlen oder im Dunkeln sitzen – Ikea im Kampf mit dem siebenköpfigen Drachen Korruption

Ikea Petersburg entlässt zwei Top-Manager wegen Korruption

    Drucken       Email

1 Kommentar

  1. Alle Versuche des russischen Staates gegen die Korruption anzukämpfen verlaufen im Sand. Wollen wir hoffen, daß solche Initiativen Wirkung zeigen und nicht im Gegenteil westliche Unternehmen dadurch im unfähren Konkurenzkampf den Kürzeren ziehen.
    Ein weiterführender Artikel zum Thema befindet sich hier.
    http://industriepark.wordpress.com/2010/04/08/kampf-der-korruption-in-russland-oder-wen-bezahlte-daimler/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Verbot von „Sankt-Petersburg“ in Firmennamen wird diskutiert

mehr…