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Bundestagswahl 2013 – die deutsche Gemeinde in Petersburg fieberte mit

Von   /  23. September 2013  /  Keine Kommentare

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Von Eugen von Arb

An einer Wahlparty liess das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland die Deutschen in Petersburg an der Parlamentswahl in der Heimat teilnehmen (siehe Fotogalerie). Eine eigene kleine Abstimmung im Publikum führte zu interessanten Ergebnissen.

Mit viel Liebe hatte die Angestellten des Konsulats für Wahlstimmung im Bismarck-Saal der deutschen Vertretung gesorgt. Echtes Propaganda-Material aller Parteien in Form von Plakaten, Luftballons, und Kugelschreibern lagen und hingen aus. Die Schriftzüge und Losungen von CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke und der AfD prangten an allen Ecken und Enden.

Am interessantesten waren wohl die Fähnchen mit den Partei-Logos auf den feinen belegten Brötchen, die zum Wahlreigen zusammen mit deutschem Bier serviert wurden. Auf der Uhr war man der Heimat voraus, so dass noch genügend Zeit für Diskussionen über den Ausgang der Wahl blieb und man entspannt die Vorgespräche auf dem Fernsehschirm verfolgen konnte.

Wie gehts weiter ohne FDP?
Dass Merkel wohl bleiben und sich ihre Partei den Löwenanteil holen würde, war den meisten klar. Aber dass der Sieg der CDU/CSU so hoch ausfallen würde, hatten die wenigsten erwartet – und dem einen oder anderen Sympathisanten der Regierungspartei entwich sogar ein undiplomatischer Jubelschrei bei der Präsentation der ersten Hochrechnungen.

Das Gezitter der FDP um die 5-Prozent-Hürde war man von früheren Wahlen gewohnt, aber dass sie nun ganz sein sollte vom Fenster, das gab zu reden. Mit wem sich die Sieger jetzt zusammenschliessen würde, und wen die weit abgeschlagene SPD als Koalitionspartner wählen würde – darüber rätselte man angeregt.

Zerknirschte Opposition
Während man mit gebanntem Blick auf den Beamer die neuen Zahlen erwartete und den zerknirschten Statements der Verliererparteien lauschte, konnte man den Wahlzettel für die eigene kleine Abstimmung ausfüllen, die das Konsulat organisiert hatte. Passend zum selten breiten und lang anhaltenden Lächeln der wieder gewählten Bundeskanzlerin auf der Leinwand passte die Bekanntgabe der „Wahlergebnisse“ und die Auszeichnung der GewinnerInnen.

Erstaunlicherweise wäre es in Petersburg zu einem Sieg der SPD (17 Stimmen) gekommen, mit deutlichem Abstand der CDU/CSU (14 Stimmen) – ein kleiner Trost für Peer Steinbrück und die übrige linke Opposition. Auch die FDP (7 Stimmen) hätte sich besser in Russland wählen lassen sollen – sie hätte mehr Stimmen als Die Linke (5 Stimmen) erhalten.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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